Erstellt am 05. Februar 2014, 10:15

Kurz pocht auf schnellere Ausbildungsanerkennung. Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) drängt auf ein Gesetz, um die Anerkennung von Qualifikationen aus dem Ausland zu erleichtern.

Am 12. Februar sollen dazu laut Ö1-"Morgenjournal" Gespräche mit allen zuständigen Stellen - Ministerien, Institutionen und Gebietskörperschaften - starten. Laut einer Studie der Uni Krems arbeitet rund ein Drittel der Migranten unter ihrem Ausbildungsniveau.

Kleinere Verbesserungen zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen hat es in der Vergangenheit bereits gegeben, so wurde beispielsweise bei Akademikern ein Anspruch auf eine Entscheidung innerhalb von drei Monaten geschaffen. Ein eigenes Gesetz soll darüber hinaus gehen und etwa auch Schul- oder Lehrabschlüsse umfassen, wünscht sich Kurz.

Konkret soll das Gesetz nach den Vorstellungen des Ministers weniger Bürokratie, vereinheitlichte Zuständigkeiten, kürzere Fristen sowie einheitliche und transparente Kosten bringen. Ganz rasch dürfte die neue Regelung aber nicht kommen: "Das ist nichts, was von heute auf morgen geht. Die Deutschen haben drei Jahre dafür gebraucht", betonte Kurz. Er würde sich aber wünschen, "dass wir es jedenfalls in dieser Legislaturperiode zusammenbringen".