Erstellt am 13. Februar 2014, 14:23

Kuvert: Niessl-Klage wird heute eingebracht. In der Causa um die behauptete Übergabe von 10.000 Euro im Kuvert an Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hat Niessl am Donnerstag rechtliche Schritte gesetzt.

Eine Sachverhaltsdarstellung an die StA gegen den anonymen Informanten bzw. den Zeugen sei abgeschickt worden. Die Klage gegen das Nachrichtenmagazin "profil" werde noch heute eingebracht, hieß es aus dem LH-Büro auf APA-Anfrage.

Identität des Zeugen angeblich gelüftet

In der Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien werde auch auf einen Bericht der "Kronen Zeitung" hingewiesen, wonach die Identität des vom "profil" zitierten anonymen Zeugen gelüftet sei.

Der Mann soll demnach "in diversen Berufen", unter anderem als Finanzvorstand und Bankangestellter, "jeweils Probleme" gehabt haben. Laut dem Bericht soll der Zeuge "aus dem Dunstkreis der FPÖ" kommen.

Prüfung: Keine Bewegung auf Firmenkonten

Die Swarco AG in Tirol hat mittlerweile die Firmenkonten überprüft. Es habe in den beiden vom anonymen "profil"-Zeugen genannten Zeiträumen keine entsprechenden Geldbewegung gegeben, so ein Swarco-Sprecher gegenüber dem ORF Burgenland.

"Es werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, um diesen Rufmord auf Raten zu stoppen und alle Hintergründe vollständig aufzuklären", erklärten SP-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich und Klubobmann Christian Illedits in einer Aussendung. "Das Kartenhaus aus haltlosen Vorwürfen und Verleumdungen ist bereits zusammengebrochen", meinte Hergovich.