Erstellt am 24. Juni 2016, 10:33

von Alexandra Gollubics-Prath

Masterplan: 60 neue Projektideen für das Land. Agrarlandesrätin Verena Dunst (SPÖ) präsentierte kürzlich den Endbericht zu dem von ihr in Auftrag gegebenen Masterplan „Land und Leben“.

Präsentieren den Endbericht: Michael Fischer (ÖAR Regionalberatung), Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) und Michael Förschner vom Amt der Burgenländischen Landesregierung (v.l.). Foto: Alexandra Gollubics-Prath
 
 |  BVZ, Alexandra Gollubics-Prath

Diesen Masterplan  sieht Dunst als „Herzstück“ ihres ersten Jahres als Agrarlandesrätin.  Ziel war eine Stärkung des ländlichen Raums und die Schaffung von Arbeitsplätzen.  „Das Burgenland ist dank EU-Förderungen gut entwickelt, es gibt aber sicher noch Potential nach oben“, hob Dunst hervor.

Land wird „kleinen Geldbetrag zur Verfügung stellen“

Ein Konsortium unter der Leitung der ÖAR Regionalberatung GmbH arbeitete die Stärken, aber auch Schwächen des Landes heraus und zeigte Möglichkeiten für die künftige Entwicklung auf.

Im Rahmen des Projekts wurden Workshops veranstaltet und die Bevölkerung eingeladen, Ideen einzubringen und mitzugestalten. 60 Projekte und Ideen sind daraus hervorgegangen – sie reichen vom landwirtschaftlichen Bereich über Tourismus bis hin zu sozialen Dienstleistungen. „60 Ideen, das sind 60 Chancen für Menschen, Arbeit zu finden“, betonte Dunst.

Die Projekte sollen der Landesregierung vorgelegt werden und auch Gespräche mit  Förderstellen sind geplant. Da derzeit über EU-Förderungen die Möglichkeit einer „Anstoßfinanzierung“ weitgehend fehle, wird das Land „einen kleinen Geldbetrag zur Verfügung stellen“, so Dunst.

Kritik kommt von Bauernbund-Landesobmann Nikolaus Berlakovich (ÖVP):  „Wetterextreme, sinkende Preise in vielen Agrarerbeichen – die Situation in der Landwirtschaft ist äußerst angespannt. Von einem Masterplan, der nur Überschriften und Schlagwörter, aber keine konkreten Antworten auf Verbesserungen für die Landwirtschaft beinhaltet, können die Bauern nicht leben.“