Erstellt am 13. Mai 2015, 13:31

Landeschef werden - "Demokratie App" macht's möglich. Landeshauptfrau oder Landeshauptmann im Burgenland werden - eine im Auftrag des Landtages von der FH Burgenland entwickelte "Demokratie App" macht das auf spielerische Weise möglich.

http://www.demokratieapp.at/  |  NOEN, www.demokratieapp.at (Screenshot)
Die App, mit der Fragen beantwortet und dabei eine "Karriere" vom Bürger bis zum Landeschef gemacht werden kann, soll vor allem Jugendliche für Politik interessieren und ihnen entsprechendes Wissen vermitteln.

Der Politologe Peter Filzmaier begleitet das Projekt mit dem Institut für Strategieanalysen. Nach dem Download ( www.demokratieapp.at ) gilt es, sich zu registrieren; dann kann man in Echtzeit gegen einen Mitspieler sechs Fragen beantworten, bei denen es jeweils vier Antwortmöglichkeiten gibt. Eine Runde dauere ungefähr eine Minute, so Filzmaier. Bei den Fragen stehen das Burgenland und seine Gemeinden, aber auch Österreich und Europa im Mittelpunkt.

Im deutschsprachigen Raum einzigartig

Die Idee sei von der Überlegung begleitet gewesen, dass Politikvermittlung immer mehr durch das Internet und besonders durch Social Media passiere. Zudem erfreuten sich Quizspiele in elektronischen Medien großer Beliebtheit, dabei würde ein hohes Wissensniveau verlangt. "Da ist es naheliegend, eine Demokratie-App Quiz Burgenland zu machen." Die App sei laut Recherchen in Österreich und im deutschsprachigen Raum einzigartig, meinte Filzmaier.

Ansprechen will man mit dem Quiz vor allem Jugendliche ab 14 Jahren, natürlich freue man sich auch über jeden Erwachsenen und jeden Nicht-Burgenländer, der sich beteilige. Der Grundkatalog umfasse aktuell 362 Fragen, die von einem Redaktionsteam aus Journalisten zusammengestellt wurden, erläuterte der Politikwissenschafter. Eine mögliche Ausbaustufe wäre auch, die User um Fragevorschläge zu bitten.

FH Burgenland realisierte Projekt

Realisiert wurde das mit EU-Mitteln unterstützte Projekt von der FH Burgenland, die dabei mit zwei externen Firmen zusammengearbeitet hat, schilderte Studiengangsleiterin Silke Palkovits-Rauter. Nach der Präsentation hatten Schüler der HAK Eisenstadt die Möglichkeit, die App auszuprobieren und konnten dabei gleich gegen Landtagspräsident Gerhard Steier (SPÖ) antreten.

Die App könne eine wirkliche Errungenschaft darstellen, meinte Steier. Es werde darauf ankommen, wie man sie verbreiten könne und wie weit es gelinge, Lust auf gewisse Möglichkeiten zu machen, sich Bildung anzueignen.