Erstellt am 08. März 2012, 12:59

Landespolizeidirektionen: Verhandlungen gestartet. Innenministerium und Personalvertretung haben am Donnerstag die Verhandlungen in Sachen Reform der Sicherheitsbehörden begonnen, deren Zahl von österreichweit 31 auf neun reduziert wird.

Parallel dazu wurden Gespräche mit dem Bundeskanzleramt über die Planstellen der neuen Landespolizeidirektionen gestartet, teilte das Innenressort in einer Aussendung mit. Die Reform soll am 1. September umgesetzt sein.

Jeder Landespolizeidirektor bekommt zwei Stellvertreter, womit laut Ministerin Johanna Mikl-Leitner (V) der Grundsatz des Geschäftsführermodells eingeführt wird. Diese Führungskräfte sollen strategische Entscheidungen gemeinsam treffen, die Letztverantwortung liege immer bei der Landespolizeidirektorin bzw. beim Landespolizeidirektor, betonte die Ressortchefin.

Die Stellvertreter werden auch Leiter eines Geschäftsbereiches sein. Dem Direktor werden Controlling, Öffentlichkeitsarbeit sowie der interne Betrieb für innerorganisatorische Belange direkt unterstellt. Ein Stellvertreter wird im Wesentlichen für strategische Planungen und Vorgangsweisen zuständig sein sowie für den Dienstvollzug samt Dienstzeitmanagement, Beschwerdewesen, usw. Der andere Stellvertreter wird für Budgetangelegenheiten, Rechtsangelegenheiten sowie Qualitäts- und Wissensmanagement verantwortlich sein. Unter dieser Führungsriege befinden sich acht Abteilungen: Einsatzabteilung, Landesverkehrsabteilung, Landeskriminalamt, Personaladministration, grenz- und fremdenpolizeiliche Abteilung, Verfassungsschutz, Sicherheits- und Verwaltungspolizei sowie Logistik.

Die Führungspositionen werden nach Angaben von General Konrad Kogler voraussichtlich am 1. Juni oder 1. Juli ausgeschrieben. Alle neuen Strukturen in den Landespolizeidirektionen sollen Anfang kommenden Jahres stehen.