Erstellt am 04. Dezember 2012, 11:35

Landesrat kritisiert Ärzte-Kampagne im Burgenland. Im Burgenland kommt von der Landespolitik Kritik an der Informationskampagne der Ärztekammer über die Gesundheitsreform.

Soziallandesrat Peter Rezar fordert „verbindliche Regelungen, damit die Kinder menschenwürdig und kindergerecht betreut werden können.“  |  NOEN
Aussagen auf Plakaten wie "unser Spital ist weg" gingen "völlig an der Realität vorbei", erklärte Gesundheitslandesrat Peter Rezar (S) am Dienstag in Eisenstadt vor Journalisten.

Rezar verlangte "eine sofortige Beendigung dieser für eine akademische Standesvertretung unwürdigen Kampagne" sowie klare Signale, dass wieder "der gemeinsame Weg beschritten" werde: "Andererseits kann es von meiner Seite, kann es vonseiten der Politik keine Gespräche mit Vertretern der Ärztekammer mehr geben."

Bei der Reform gehe es nicht um Einsparungsmaßnahmen, sondern um Kostendämpfung zum Qualitätserhalt, somit auch um die Sicherstellung des Bestandes der fünf burgenländischen Krankenanstalten, erklärte Rezar. Derzeit werde etwa das Spital in Eisenstadt um 40 Millionen ausgebaut, in Oberwart komme die Generalsanierung auf rund 100 Millionen Euro.

Kritisch äußerte sich auch Patientenanwalt Josef Weiss: Er sehe kaum konstruktive Vorschläge seitens der Ärzteschaft, er sehe hauptsächlich nur polemische Darstellungen: "Ich denke, die Ärztekammer ist hier schon ein bisschen zu weit gegangen."