Erstellt am 29. Januar 2015, 11:31

Landtag gedachte der Opfer von Terror und Diktatur. Der Burgenländische Landtag hat am Donnerstag mit einer Trauerminute der Opfer von Gewalt, menschenverachtender Geisteshaltung und religiöser Indoktrination gedacht.

Gerhard Steier  |  NOEN, APA
Landtagspräsident Gerhard Steier (SPÖ) erinnerte dabei an das vor 20 Jahren in Oberwart verübte Rohrbombenattentat, die Terroranschläge in Paris und den 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.

"Ob wir wollen oder nicht: Einschneidende Ereignisse, wie zum Beispiel die Morde an Peter Sarközi, Josef Simon, Karl Horvath und Erwin Horvath in der Nacht auf den 4. Feber 1995 hinterlassen ihre Spuren bei den Angehörigen, den Zeitzeugen, aber auch bei den nachfolgenden Generationen", sagte Steier.

"Entschlossen gegen Radikalisierung, Hass und Terror"

Ebenso wenig wie der Zustand umfassender Glückseligkeit jemals auf Erden zu erreichen sei, werde sich das oft zitierte "Nie wieder" gänzlich erfüllen. "Aber als moralisches Gebot, als innere Richtschnur bleibt es dennoch unverzichtbar."

"Und wenn wir das Unheil schon nicht gänzlich bannen können, so sind wir doch angehalten, es zu ächten und dafür zu arbeiten, dass es nicht so weit kommen kann", erklärte Steier. Demokratie lebe "vom Hinsehen, vom Mitmachen und Handeln. Zeigen wir Rückgrat, eine lebendige Zivilcourage und kämpfen wir entschlossen gegen Radikalisierung, gegen Hass und Terror", appellierte der Landtagspräsident.