Erstellt am 29. Oktober 2014, 07:01

von NÖN Redaktion

Tourismus-Debatte: „Wieso zahlen wir?“. Gesetzesnovelle bringt SPÖ und ÖVP Kritik im Landtag ein. Die Industriellen wehren sich gegen erhöhte Beiträge.

IV-Geschäftsführerin Puschautz- Meidl: »Hohe Beiträge und Schikanen.«  |  NOEN, BVZ

Schon während seiner Entstehung hatte das neue Tourismusgesetz für gehörigen Wirbel und einen Aufschrei der Hoteliers gesorgt. Auch die „reparierte“ Fassung brachte SPÖ und ÖVP in der vorwöchigen Landtagssitzung zunächst die Kritik der Oppositionsparteien ein.

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Aufgrund der Reduzierung der Tourismusverbände befürchtet man Nachteile für kleinere Gemeinden und Regionen.

Wie berichtet, können nur noch Orte mit mehr als 20.000 Nächtigungen einen eigenen Verband betreiben.

Niessl: Mehr Geld für Marketingmaßnahmen

Mit dem Gesetz habe man moderne Strukturen geschaffen, was mehr Geld für Marketingmaßnahmen bringen soll, betonte Landeschef und Tourismuspräsident Hans Niessl beim Beschluss des Gesetzes mit Stimmen von SPÖ und ÖVP.

Kritik der anderen Sorte kommt von der Industriellenvereinigung Burgenland (IV). Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl stößt sich an den erhöhten Beiträgen, die nun von allen Industrie-Unternehmen bezahlt werden müssen: „Was hat ein Metallbetrieb mit dem Tourismus zu tun? Es ist nicht erklärbar, wenn die Industrie für die Verwaltung des Tourismus zahlen muss.“