Erstellt am 31. Mai 2015, 08:58

von APA Red

Landtagswahl 2015 hat begonnen. Heute Früh hat die Landtagswahl 2015 begonnen, die gleichzeitig das Ende des Proporzsystems bei der Zusammensetzung der Landesregierung einläutet. In Heugraben im Bezirk Güssing war der Urnengang bald wieder vorbei: Das Wahllokal schloss bereits um 8.30 Uhr.

 |  NOEN, Michael Pekovics

Landesweit sperren die letzten Wahllokale um 16.00 Uhr – BVZ.at hatte über die unterschiedlichen Schließungszeiten berichtet:

Wie sich die Burgenländer entschieden haben, sollte bis etwa 20 Uhr feststehen. Der BVZ.at-Wahl-Ticker liefert Infos und Fotos während und nach dem Urnengang sowie über Ergebnisse:



Als Folge der im Dezember des Vorjahres beschlossenen Verfassungsreform wird die Landesregierung nicht mehr nach dem Stärkeverhältnis der Parteien bei der Landtagswahl besetzt.

Damit sind erstmals freie Koalitionsbildungen möglich, mit denen auch kleinere Parteien - die über den Proporz keinen Landesrat bekämen - in die Regierung einziehen können.

SPÖ will 18 Sitze halten und unentbehrlich sein

Landeshauptmann Hans Niessl hofft auf 18 Mandate, damit keine Regierung ohne SPÖ möglich ist. Derzeit regiert die SPÖ gemeinsam mit der ÖVP. FPÖ, Grüne und Liste Burgenland waren 2010 zu schwach für eine Regierungsbeteiligung nach dem Proporzsystem.

2010 bekam die SPÖ mit 48,26 Prozent 18 Mandate im Landtag, die ÖVP verfügt mit 34,62 Prozent über 13 Sitze.

Die Freiheitlichen legten auf 8,98 Prozent und drei Mandate zu, die Grünen (4,15) und Liste Burgenland (4,00) - sie tritt diesmal gemeinsam mit dem Team Stronach als Bündnis Liste Burgenland an - sind mit jeweils einem Abgeordneten vertreten. Die NEOS und die Christliche Partei Österreichs (CPÖ) kandidieren zum ersten Mal für das Landesparlament.

Spannung durch Vorzugsstimmen-Reform?

Bei der heutigen Wahl könnte das ebenfalls reformierte Vorzugsstimmen-Wahlrecht für zusätzliche Spannung und Überraschungen sorgen. In den Regionalwahlkreisen gilt das letzte Grundmandat, das jeweils an eine Partei vergeben wird, als Vorzugsstimmenmandat, das jenem Kandidaten zusteht, der die meisten Wähler von sich überzeugen kann.

Die neue Regelung hat schon im Wahlkampf viele Kandidaten dazu bewogen, selbst aktiv um Vorzugsstimmen zu werben. Von den insgesamt 250.607 Wahlberechtigten haben 21.438 Personen, das sind 8,55 Prozent, schon am vorgezogenen Wahltag am 22. Mai die Möglichkeit zur Stimmabgabe genützt: