Erstellt am 20. Mai 2015, 06:05

Der neue „Wahlfreitag“. Premiere für den vorgezogenen Wahltag: In jeder Gemeinde sind die Wahllokale bereits am 22. Mai geöffnet.

»Mehr Demokratie«: Robert Hergovich und Christian Illedits (v.l.).  |  NOEN, BVZ

Nicht nur der Proporz wurde mit der Verfassungsreform abgeschafft, sondern auch der zweite Wahltag eingeführt. Mit dieser Neuerung hatte sich die SPÖ in den Verhandlungen durchgesetzt.

„Missbrauchssichere Alternative zur Briefwahl“

„Das ist ein Angebot für mehr Demokratie, das sich vor allem an Jugendliche und Pendler richtet, die am Wahlsonntag verhindert sind“, bewarben SP- Klubchef Christian Illedits und Landesgeschäftsführer Robert Hergovich den „Wahlfreitag“.

Nutzen kann diesen zweiten Wahltag jeder Stimmberechtigte, und das ganz ohne Voranmeldung. Damit werde unter anderem eine „missbrauchssichere Alternative zur Briefwahl“ geboten, heißt es seitens der SPÖ. Die Möglichkeit zur Stimmabgabe per Wahlkarte besteht aber nach wie vor (siehe unten). Für die Briefwahl rührte ÖVP-Geschäftsführer Christian Sagartz die Werbetrommel.

Die Burgenländer haben jedenfalls so viele Möglichkeiten wie noch nie, ihre Stimme abzugeben. Das Ziel ist eine höhere Wahlbeteiligung. Im Jahr 2010 lag diese bei 77,10 Prozent.


Alternativen zum Wahlsonntag

  • Zweiter Wahltag am 22. Mai: In allen Gemeinden sind Wahllokale geöffnet. Die Stimme kann ohne Voranmeldung abgegeben werden.

  • Briefwahl: Eine Wahlkarte kann schriftlich bis 27. Mai am Gemeindeamt beantragt werden, mündlich bis 29. Mai (12 Uhr). Die ausgefüllte Karte muss bis 29. Mai (14 Uhr) im Gemeindeamt einlangen.

  • Fliegende Wahlkommission: Mit Beantragung einer Wahlkarte kann zugleich der „Hausbesuch“ am Wahlsonntag erbeten werden.