Erstellt am 29. Januar 2015, 08:23

von APA Red

Strolz: Burgenland für NEOS "ein harter Boden". Nach Vorarlberg im vergangenen Jahr wollen die NEOS am 31. Mai auch bei der Wahl im Burgenland den Sprung in den Landtag schaffen. Keine leichte Aufgabe, wie Parteichef Matthias Strolz am Donnerstag zugab.

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"Das Burgenland ist sicherlich für eine neue Bewegung ein harter Boden. Das ist uns bewusst", räumte NEOS-Chef Strolz vor Journalisten in Eisenstadt ein. Der Einzug ins Landesparlament sei für ihn jedoch "realistisch".

"Sehnsucht nach frischem Wind" geortet

Den NEOS sei auch bewusst, dass die Grünen vier Anläufe gebraucht hätten, um in den Landtag zu kommen: "Das heißt, ein Selbstläufer ist es nicht." Die Burgenland-Wahl - als erste von vier Landtagswahlen heuer - sei wichtig.

Strolz ortet "in breiten Teilen der Bevölkerung" so etwas wie "eine Sehnsucht nach einem frischen Wind" und sieht den Hauptgegner im amtierenden Landeshauptmann: "Das System (Hans, Anm.) Niessl (SPÖ) ist schon ein sehr rigides, würde ich meinen."

Das sei nach Ansicht des NEOS-Chefs wohl auch ein Grund dafür, dass es so viele Bürgerinitiativen gebe. "Es ist ein bisschen sehr herrschaftlich, wie es der Herr Niessl anlegt. Und hier sind wir für viele, wie ich glaube, ein willkommener Kontrapunkt." Was es im Burgenland sicherlich brauche, sei eine starke Kontrollpartei.

"Jedes Wurstsemmerl ist bei uns nachverfolgbar"

Im Wahlkampf werde Transparenz ein großes Thema sein, zum Beispiel bei den Landesfinanzen. Auch auf Bürgerbeteiligung werde großer Wert gelegt. Ein weiteres Thema, die Parteifinanzen, würden die NEOS auf Bundesebene vorleben, meinte Strolz: "Jedes Wurstsemmerl ist bei uns nachverfolgbar." Für den Wahlkampf sind rund 120.000 Euro budgetiert. 70.000 wurden von der Bundespartei zugesagt, der Rest soll durch Spenden aufgebracht werden.

Auch im Burgenland würden die NEOS gerne einen "Regierungsmonitor" verankern. "Wir würden das Regierungsprogramm hernehmen und laufend Anfragen stellen: Was ist mit diesen Plänen geschehen, wie weit seid ihr, was kostet es, warum kommt es hier zu Verzögerungen?"

Beim Bildungsthema sei für ihn vorstellbar, im Burgenland "eine Pionierregion für autonomere Schulen" zu machen. Schulautonomie im ländlichen Raum heiße aber sicher nicht: "alle Schulen unter 300 Schülern schließen", so Strolz.

"Viel mehr passieren" müsste bei der Investitionsförderung, meinte der NEOS-Chef. Ziel sei "ein unternehmerisches Burgenland", damit junge Leute auch hier ihre Chancen sähen. Seiner Ansicht nach sei im Land eine "Aufbruchstimmung" notwendig: "Und genau das wird NEOS sein. Das ist der Plan."