Erstellt am 01. Oktober 2012, 13:03

Landwirtschaftsressort verteidigt Homepage-Kosten. Das Landwirtschaftsministerium hat am Montag die Kosten für den Relaunch der Ressort-Homepage verteidigt.

Die Neugestaltung sei im November 2011 mit der Online-Schaltung der Seite abgeschlossen worden und habe 1,35 Mio. Euro gekostet. Die in Medien genannte Summe von 4,39 Mio. Euro seien die Gesamtkosten für das Content Management System (CMS) und inkludierten viel mehr. Die 4,39 Mio. Euro, die einem Rohbericht des Rechnungshofes entnommen wurden, inkludierten sowohl laufende Betreuungskosten, Software, Informationssicherheit und Wartung als auch Weiterentwicklungen, wie den Relaunch der Homepage, für den Zeitraum 2011 bis 2015, betonte das Ministerium. "Der Umstieg auf ein neues CMS war eine technische Notwendigkeit. Insgesamt werden die Kosten des alten Systems durch das neue System reduziert."

Die "Presse" hatte über einen Rohbericht des Rechnungshofs berichtet, in dem die Prüfer einiges an der Inserate-Praxis des Ministeriums zu beanstanden hätten, und eben auch am Relaunch der Homepage. Ressortchef Berlakovich gab sich am Montag wortkarg und verwies im Ö1-"Mittagsjournal" darauf, dass er am morgigen Dienstag im parlamentarischen Korruptions-Untersuchungsausschuss zur Inseratenvergabe der Regierung Stellung nehmen wird.

Kritik an Berlakovich kam indes vom BZÖ: "Die Bauern lässt der Landwirtschaftsminister mit ihren Existenzängsten im Regen stehen, aber für Eigen-PR sind immer genügend Zeit und Geld da", echauffierte sich BZÖ-Agrarsprecher Gerhard Huber.