Erstellt am 25. Februar 2014, 11:49

Laura Rudas: Rückzug aus Politik. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas verlässt die Politik.

Die gegenwärtige Bildungssprecherin der SPÖ erklärte, dass sie ab Juni ein einjähriges Master-Programm an der US-Elite-Universität Stanford absolvieren wird. Auch danach ist keine Rückkehr in die Politik geplant.

Lebenslauf: internationales Kapitel hinzufügen

Rudas spricht von einer "bewegten und bereichernden Zeit" als Bundesgeschäftsführerin und Abgeordnete. Sie wolle ihrem Lebenslauf aber unbedingt ein internationales Kapitel hinzufügen.

Durch die Aufnahme in das Stanford MSx-Programm (Master of Science in Management for Experienced Leaders) sei jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

Sie habe sich einem intensiven Aufnahmeverfahren gestellt und sei stolz, diese Hürde genommen zu haben. Bundeskanzler Faymann sei von ihr bereits informiert worden, dass sie in den kommenden Wochen alle politischen Funktionen zurücklegen werde.

Bundesgeschäftsführung  vermutlich von Norbert Darabos geleitet

Nach dem Rückzug von Rudas wird die SPÖ-Bundesgeschäftsführung künftig vermutlich von Norbert Darabos alleine geleitet. Das wurde von informierter Stelle bestätigt. Offiziell wollte man sich seitens der SPÖ dazu noch nicht äußern. Auch ist bisher nicht entschieden, wer Rudas' Mandat im Nationalrat erhält bzw. wer ihr als Bildungssprecher folgt.

Dass Rudas der Politik den Rücken kehrt, weil man mit ihrer Arbeit in der Bundesgeschäftsführung nicht immer glücklich gewesen sei, schloss Klubchef Schieder am Rande des Plenums aus. Er findet es "toll", dass Rudas die Möglichkeit erhält, den Lehrgang in Stanford zu besuchen. Immerhin würden nur acht Prozent den entsprechenden Aufnahmetest bestehen.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos dankte seiner scheidenden Kollegin am Dienstag "für die gute Zusammenarbeit und das konstruktive Teamwork in der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle". In einer Aussendung wünschte er Rudas weiters "viel Erfolg" für ihr Studium in Stanford.

Kickl: "Rudas' Rückzug nicht überraschend"

Für FPÖ-Generalsekretär Kickl kam Rudas' Rückzug nicht überraschend, immerhin habe man sie in letzter Zeit kaum noch wahrgenommen, wie er in einer Aussendung meinte. Ihre politische Bilanz sei nicht unbedingt berauschend, befand Kickl, der Rudas aber gleichzeitig alles Gute wünschte.

Die Grünen sind angesichts des Abschieds von Rudas gespannt auf deren Nachfolge: "In der Nachbesetzung von Rudas muss die SPÖ nun zeigen, wofür sie steht: entweder für eine dringend notwendige Schulreform oder für die Einzementierung eines schon längst unhaltbaren Zustands", meinte Bildungssprecher Harald Walser. Rudas wünsche er alles Gute.