Erstellt am 03. Mai 2013, 10:36

Lehrer bei Reform der Lehrerausbildung gespalten. Ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren, vierjährige Bachelor-Ausbildung sowie ein- bis eineinhalbjähriges Masterstudium für Lehrer aller Schulstufen und eine ein- bis zweijährige Berufseinführung an der Schule durch einen Mentor.

All das sehen die Gesetzesentwürfe zur Reform der Lehrerausbildung vor. Die Regierung muss sich in den Stellungnahmen zum Entwurf allerdings Kritik gefallen lassen.

Während die Reform der AHS-Lehrergewerkschaft zu weit geht, ist sie aus Sicht der Pflichtschullehrer nicht weitreichend genug. In einer Vielzahl von Stellungnahmen wird außerdem bekrittelt, dass die Kindergartenpädagogen nicht von der Reform erfasst sind.

AHS-Gewerkschaft kritisiert Ausbildungsdauer

Alles zurück auf Anfang wünscht sich die AHS-Lehrergewerkschaft bei der geplanten Ausbildung zum Sekundarlehrer: Sie fordert "ausdrücklich", dass es für die Sekundarstufe weiterhin unterschiedliche Lehrämter für AHS einerseits und Hauptschule/Neue Mittelschule andererseits geben soll. Nach Ansicht der AHS-Gewerkschafter sollten außerdem weiterhin alle Teile der Ausbildung - also künftig Bachelor sowie Master - an der Uni absolviert werden, da sonst Ausbildung und Unterrichtsqualität deutlich verschlechtert würden.

Auch mit der geplanten Ausbildungsdauer hat die AHS-Gewerkschaft ein Problem: Sie will, dass der Bachelor aus Gründen der Durchlässigkeit nur drei statt vier Jahre dauern soll, der Master hingegen mindestens zweieinhalb (statt ein- bis eineinhalb) Jahre.

Änderungen fordern die Pflichtschullehrer in Bezug auf Sonderschulpädagogen: Für diese soll es laut Reformentwurf keine eigene Ausbildung mehr geben, sondern eine Spezialisierung im Zuge der Ausbildung zum Volksschul- oder Sekundarstufenlehrer anstelle eines zweiten Unterrichtsfachs. Die Lehrervertreter wollen hingegen, dass es weiter eine eigene Ausbildung für Sonderschullehrer geben soll. Lehrer mit nur einem Unterrichtsfach seien zudem schwer im Stundenplan zu berücksichtigen. Die Pflichtschullehrer fordern außerdem Konsequenzen für die Dienstrechtsreform.