Erstellt am 17. Dezember 2013, 12:56

Lehrer lassen für Demo teilweise Stunden entfallen. Die Großdemonstration der Beamten am Mittwochnachmittag könnten zum Teil auch die Bürger zu spüren bekommen, wenn Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes nicht arbeiten.

An den Schulen könnten einzelne Unterrichtsstunden ausfallen, es gibt allerdings Ersatzbetreuung. Im kommunalen Bereich, vor allem in Spitälern, wird von der Gewerkschaft eine Beeinträchtigung für die Bevölkerung ausgeschlossen. Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst hält jedenfalls in einem Rundschreiben fest, dass die Teilnahme an gewerkschaftlichen Maßnahmen (auch in der Dienstzeit) zu den Rechten der Dienstnehmer zur kollektiven Durchsetzung ihrer Interessen gehöre. "Die Teilnahme an gewerkschaftlichen Versammlungen ist ein Menschenrecht."

Eine rege Beteiligung an der Demonstration am Ballhausplatz erwartet die GÖD auch von Lehrern. Die AHS-Vertreter betonen in einem Rundschreiben, Lehrer könnten "so viel Unterricht entfallen lassen, wie es für die Anreise und Teilnahme erforderlich ist". Sie sollen von "nicht solidarischen" Kollegen ersetzt werden, um die Schüler zu beaufsichtigen.

"Pädagogische Versorgung der Kinder ist zu gewährleisten"

An den Pflichtschulen gibt es - wie schon bei den Informationsveranstaltungen der vergangenen Wochen - die Empfehlung, wegen der Proteste keinen Unterricht entfallen zu lassen. "Die pädagogische Versorgung der Kinder ist zu gewährleisten", betont ARGE-Lehrer-Chef Paul Kimberger (FCG) gegenüber der APA. "Die Schulen werden andere kreative Maßnahmen finden, damit möglichst viele Lehrer teilnehmen können", so der Gewerkschafter, der selber in Wien mitmarschieren wird.

Lehrer stellen ein Drittel der Beamten. Die von der GÖD und Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) veranstaltete "Großdemo" vor dem Bundeskanzleramt richtet sich vor allem gegen das aus ihrer Sicht schlechte Angebot der Regierung bei den Gehaltsverhandlungen, gegen den Bruch der sozialpartnerschaftlichen Gepflogenheiten durch die Regierung beim Beschluss des Lehrerdienstrechtes sowie die angespannte Personalsituation in vielen Bereichen in Folge des fortgesetzten Aufnahmestopps.