Erstellt am 08. Februar 2012, 15:01

Lehrer lehnen Sparvarianten beim Dienstrecht ab. Die Lehrergewerkschafter lehnen Sparvarianten bei der Reform des Lehrerdienst- und Besoldungsrechts ab und glauben nicht an einen vom Unterrichtsministerium avisierten Abschluss der Verhandlungen bis Sommer.

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"Wenn die Lehrer billiger werden sollen, nicht besser, spielen wir da nicht mit", betont Albert Arzt, Vorsitzender der Berufsschullehrer-Gewerkschaft, im Interview mit dem Online-"Standard".

Arzt rechnet inmitten der Verhandlungen zum Sparpaket nicht damit, "dass in der derzeitigen budgetären Situation der Schritt erfolgen wird, dass die Jungen mehr bezahlt bekommen". Dabei sei genau das bei der drohenden Pensionierungswelle nötig. "Wir brauchen in den nächsten Jahren 60.000 Lehrer, davon allein 35.000 im Pflichtschulbereich", so Pflichtschullehrer-Gewerkschaftsvorsitzender Paul Kimberger zur APA. Die "Besten der Besten", wie von Unterrichtsministerin Schmied gewünscht, "werde ich nur bekommen, wenn die Rahmenbedingungen besser sind." Dazu benötige es "ein modernes und attraktives neues Lehrerdienstrecht" mit u.a. "deutlich höheren Anfangsgehältern".

Auch Jürgen Rainer von den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen will bei den Verhandlungen nicht zurückstecken. Sonderregelungen lehnt er gegenüber der APA "kategorisch ab". Der Vorstoß von Finanzministerin Fekter, wonach Junglehrer wöchentlich sechs Stunden mehr arbeiten und nur vier davon abgegolten bekommen sollen, habe die Situation "sehr verschlimmert", kritisiert Rainer. Er forderte das Finanzministerium auf, "endlich an den Verhandlungstisch zu kommen". "Sonst vereinbaren wir Dinge, die dann sowieso abgelehnt werden.