Erstellt am 17. April 2013, 10:45

Lehrer machen gegen neues Lehrerdienstrecht mobil. Die Lehrer-Gewerkschaft geht an den Schulen in Sachen Dienstrechtsverhandlungen in die Offensive. Auf Plakaten, die am Mittwoch österreichweit verbreitet wurden, stellen sie ihre Forderungen.

Neben international vergleichbaren Support-Systemen und einer neuen Arbeitszeitstudie werden faire Bezahlung und weniger Bürokratie verlangt. Der Wunsch einer masterwertigen Ausbildung wurde bereits erfüllt.

Auch im Begleitbrief wird zunächst darauf hingewiesen, dass "nach einem Jahr Verhandlungen endlich eine unserer Forderungen erfüllt zu sein scheint - die masterwertige Ausbildung aller Lehrerinnen und Lehrer". Die Regierung weigere sich aber weiterhin, die Arbeitszeitstudie "LehrerIn 2000" anzuerkennen. "Auf der anderen Seite ist man aber auch nicht bereit, eine neue Arbeitszeitstudie durchzuführen, die wir seit Beginn der Verhandlungen fordern", heißt es in dem Schreiben, das von den Vorsitzenden aller Lehrer-Sektionen in der GÖD unterzeichnet ist.

"Vermutlich ist die Regierung auch aus diesem Grund bis heute nicht gewillt, die Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern in einer realistischen, zukunftsorientierten Job-Description vorzulegen. In der Öffentlichkeit wird hingegen immer wieder absichtlich der Eindruck erweckt, dass Lehrerinnen und Lehrer zu wenig arbeiten", schreiben die Gewerkschafter den Pädagogen. Dass diese aber "über die Unterrichtsstunden hinaus eine Vielzahl an Leistungen zu erbringen haben, wird bewusst verschwiegen".

Auch "bei den für die Schulen so notwendigen Unterstützungssystemen" wie etwa durch Psychologen oder Sozialarbeiter gebe es "bisher weder ein Konzept, das qualitativ und quantitativ internationalen Standards entspricht, noch eine Zusage", heißt es weiter. Abgeschlossen wird das Schreiben durch den Aufruf bzw. die Zusage "Wir kämpfen für die beste Zukunft unserer Kinder!" und "Wir opfern weder derzeitige noch zukünftige Kolleginnen und Kollegen!"