Erstellt am 17. September 2013, 13:41

Lehrerdienstrecht landet im Parlament. Mit der vom Team Stronach initiierten Sondersitzung am Mittwoch landet die umstrittene Reform des Lehrerdienstrechts doch noch im Parlament.

Nach Verschiebungen, Vertagungen und zahllosen erfolglosen Verhandlungsrunden mit der Gewerkschaft hatte die Regierung Mitte August ohne Einigung mit den Lehrern einen Gesetzesentwurf in Begutachtung geschickt, einen Beschluss aber erst für Herbst angepeilt. Genau zu diesem Entwurf will das Team Stronach nun einen Entschließungsantrag einbringen und hofft auf einen Beschluss noch vor der Wahl, obwohl die Begutachtungsfrist erst am 25. September endet. Der Regierungsvorschlag sieht ein einheitliches Dienstrecht für alle neu eintretenden Pädagogen ab 2019/20 vor, ab 2014/15 können Neu-Lehrer freiwillig das neue Modell wählen.

Geplant ist eine Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung von derzeit 20 bis 22 auf 24 Stunden, höhere Anfangsgehälter samt einer späteren Verflachung der Gehaltskurve, neue Regeln für Zulagen, verpflichtende Fortbildung für alle Lehrer, eine Neugestaltung des Berufseinstiegs sowie ein Aus für die Pragmatisierung. Gelten soll es nur für künftige Lehrer.

Die Lehrer befürchten durch die Reform eine Arbeitszeiterhöhung um bis zu 40 Prozent und Einbußen beim Lebenseinkommen von bis zu einer halben Million Euro.