Erstellt am 24. August 2011, 13:34

Lehrerdienstrecht und Schulverwaltung sind Thema. Das kommende Schuljahr 2011/12 dürfte von zwei mittlerweile altbekannten Themen bestimmt werden: Die Debatte darüber, ob Bund oder Länder für die Lehrerverwaltung verantwortlich sein sollen, wird mit einem neuen Konzept der Salzburger Landeshauptfrau Burgstaller ergänzt.

Die Verhandlungen um die Reform des Lehrerdienstrechts gehen ebenfalls bei der Landeshauptleutekonferenz im Herbst weiter.

Bei der nächsten Landeshauptleutekonferenz will die derzeitige Vorsitzende Burgstaller ihren Vorschlag für eine Reform vorlegen, wie es aus ihrem Büro gegenüber der APA heißt. Der von Burgstaller vorgeschlagene "Minimalkonsens" sieht vor, dass alle Bundesländer die Verwaltung der Landeslehrer von ihren Schulabteilungen an den Landesschulrat - und damit an den Bund - übertragen.

In Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland und Steiermark ist dies schon jetzt der Fall, nun soll diese Praxis auch verfassungsrechtlich abgesichert werden. Burgstaller erwartet sich davon nicht nur eine "spürbare Verwaltungsvereinfachung", auch die Kompetenzen wären dann "klar und einfach geregelt".

Demgegenüber steht der Vorschlag der VP-geführten Länder, der noch unter dem Vorsitz von Oberösterreichs Landeshauptmann Pühringer erarbeitet wurde: Die Länder sollen demnach den operativen Teil der gesamten Lehrerverwaltung (Personalmanagement, Verwaltungsbereich und Teile der Ausführungsgesetzgebung) übernehmen, die Grundsatzgesetzgebung soll weiterhin vom Bund kommen. Es liege nun am Bund, auf die Vorschläge einzugehen.

Innerhalb der nächsten vier Monate sollte außerdem das neue Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrer auf Schiene gebracht werden. Jedoch sind Fragen wie die verfügbaren Mittel oder die Berücksichtigung der neuen Lehrerausbildung mit verpflichtendem Master seien aber noch nicht einmal angesprochen worden.