Erstellt am 14. Februar 2013, 16:03

Lehrerdienstrechts-Verhandlungen gehen voran. In die Verhandlungen über ein neues Lehrerdienstrecht kommt Bewegung. In der kommenden Woche sollen laut Medienberichten Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und den zuständigen Ministerinnen stattfinden.

Im Unterrichtsministerium wollte man dies nicht bestätigen, Gewerkschafts-Verhandlungsführer Paul Kimberger wiederum bestätigte, dass man einen Verhandlungstermin erhalten habe.

Offenbar dürfte es auch in der Sache eine leichte Annäherung beim Thema Arbeitszeit gegeben haben. Dem Vernehmen nach soll es in einer überraschend angesetzten Verhandlungsrunde auf Beamtenebene in der Vorwoche erstmals eine Aufweichung der bisherigen Regierungslinie bei der 24-stündigen Lehrverpflichtung für alle Pädagogen gegeben haben, wurde von mehreren Seiten bestätigt.

So könnten etwa die Tätigkeit als Klassenvorstand oder als Mentor für künftige Lehrer nicht wie im Regierungsvorschlag ursprünglich vorgesehen mit Extrageld bezahlt, sondern mit Abschlägen bei der Lehrverpflichtung abgegolten werden: Wer also als Klassenvorstand oder Mentor eingesetzt wird, müsste im Gegenzug weniger unterrichten.

"Bisher waren die 24 Stunden in Stein gemeißelt", hieß es. Außerdem hätte die Regierungsseite die Gewerkschaft konkret dazu aufgefordert, ihre Forderungen auf den Tisch zu legen - "damit die Beamten wissen, was sie durchrechnen sollen". Überhaupt sei das Thema Arbeitszeit in den Mittelpunkt der Verhandlungen gerückt worden.

Der derzeitige Regierungsvorschlag sieht vor, dass künftig alle Lehrer verpflichtend 24 Stunden pro Woche unterrichten sollen, wobei darunter auch Lernzeiten bei der Tagesbetreuung fallen. Derzeit gilt für Pflichtschullehrer eine Unterrichtsverpflichtung von 20 bis 22 Wochenstunden, für Lehrer an Bundesschulen sind es grundsätzlich 20 (wobei aber etwa Schularbeitsfächer höher bewertet werden und de facto zu einer niedrigeren Stundenbelastung führen, Fächer wie Turnen zu einer höheren).