Erstellt am 06. November 2011, 13:56

Lehrlings-Coaches sollen Jugendliche unterstützen. Die Lehrlingssituation in Österreich ist verfahren. Einerseits suchen viele Betriebe verzweifelt nach Nachwuchs, andererseits stehen tausende Jugendliche ohne Job da.

Derzeit kommen 7.035 Suchende auf 4.991 Lehrstellen. Das liegt auch daran, dass sich viele auf das gleiche Berufsbild konzentrieren, etwa Automechaniker oder Einzelhandelskauffrau.

Oft machen den Jugendlichen auch mangelnde Deutsch- und Rechenkenntnisse zu schaffen. Wirtschafts- und Sozialministerium investieren nun zehn Mio. Euro in die Lehrlingsausbildung. Sogenannte Coaches sollen die Jugendlichen unterstützen. "Wir versuchen jetzt mit einem weiteren Programm gerade in Wien, Niederösterreich und der Steiermark gegenzusteuern", sagte Sozialminister Hundstorfer in der "Zeit im Bild" des ORF. Die Jugendcoaches sollen in die Schulen gehen und die Jugendlichen bei der Lehrstellensuche und dann später im Betrieb unterstützen.

Auch Migranten, die Schätzungen zufolge doppelt so stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind, sollen bei der Jobsuche besser unterstützt werden, und zwar durch ein neues Gesetz, das dem Arbeitsmarktservice erlaubt, Daten zum Migrationshintergrund zu sammeln. Derzeit darf das AMS nur die Staatsbürgerschaft und die Sprachen der betreuten Personen erheben, nicht aber deren ethnische Herkunft.

Die Regierung will das ändern, denn nur so könne man gezielte Schulungen anbieten. Das neue Gesetz soll am 1. Jänner in Kraft treten, berichtete die "ZiB" am Sonntag. Zusätzliches Geld für die Betreuung von Migranten wird aber keines lockergemacht.