Erstellt am 26. März 2012, 13:22

Leicht nachlassendes Interesse an Medizin-Studium. Das Interesse an einem Medizinstudium in Österreich ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Insgesamt haben sich an den drei Medizin-Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck 11.645 Personen zu den unterschiedlichen Aufnahmeverfahren angemeldet, die zeitgleich am 6. Juli stattfinden werden.

Das sind um rund 400 bzw. knapp 4 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. An der Medizinischen Universität Wien haben sich 5.419 Bewerber verbindlich für den Eignungstest Medizinstudium (EMS) angemeldet, im Vorjahr waren es 5.598. Sie rittern um einen der 740 Studienplätze für Human- und Zahnmedizin. Das Minus von 3,2 Prozent ergibt sich aus Rückgängen sowohl bei den Kandidaten aus Österreich als auch jenen aus EU-Ländern.

In Innsbruck stehen heuer 430 Studienplätze für die drei medizinischen Studien Human-, Zahn- und Molekulare Medizin zur Verfügung. Um diese bewerben sich in diesem Jahr 2.769 Personen - um rund 12 Prozent weniger als 2011 (3.144). Der Rückgang ist auf die deutlich geringere Zahl an Bewerbern aus EU-Ländern zurückzuführen, insbesondere aus Deutschland.

In Graz läuft die Frist für die Einzahlung des Kostenbeitrags für die Testdurchführung noch bis 30. April, außerdem müssen Bewerber dort auch eine schriftliche Bewerbung abgeben. Nach den bisher vorliegenden Zahlen wollen in Graz 3.041 Personen das Aufnahmeverfahren absolvieren, um 138 mehr als 2011. Für das kommende Studienjahr stehen in Graz 360 Studienplätze zur Verfügung.

Erneut Änderungen gibt es bei den Aufnahmetests. In Innsbruck finden erstmals unterschiedliche Auswahlverfahren für die drei Medizin-Studien statt, bisher wurde dort einheitlich der EMS verwendet. In Wien werden heuer beim EMS Frauen bevorzugt behandelt: Der Test soll nach Geschlechtern getrennt ausgewertet und die Ergebnisse der Frauen um einen "Ausgleichsfaktor" erhöht werden. Damit reagiert die MedUni Wien auf das schlechtere Abschneiden der Frauen bei den bisherigen Eignungstests.