Erstellt am 10. Dezember 2013, 16:15

Linke Schüler demonstrieren trotz Änderungen. Die Änderungen bei der Zentralmatura, die die von der VP-nahen Schülerunion dominierte Bundesschülervertretung (BSV) ausgehandelt hat, gehen linken Schülervertretern nicht weit genug.

Gruppierungen wie die Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS), "Red Revolution", Sozialistische Linkspartei und "Funke" rufen deshalb weiter zu einer Demo gegen die Reform am Donnerstag auf.

Die BSV hatte sich am Montag mit dem Unterrichtsministerium und dem Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) u.a. auf geänderte Beurteilungskriterien in Mathematik und lebenden Fremdsprachen sowie mehr Vorbereitungszeit zwischen schriftlicher und mündlicher Prüfung verständigt. Die BSV hat daraufhin geplante Protestmaßnahmen zurückgenommen.

Die linken Schülervertreter wollen allerdings weiterhin auf die Barrikaden steigen und rufen österreichweit zu Streiks und Demonstrationen zur Verbesserung der Zentralmatura auf. "Für die Mehrheit der Schüler und Schülerinnen ist die Einigung (...) unzumutbar", ortet die AKS in einer Aussendung am Dienstag eine "Mogelpackung". Die Änderungen seien "soweit durchaus positiv", die Schüler hätten allerdings etwas anderes gefordert.

Der AKS geht eine "tatsächliche Überarbeitung des Beurteilungsschlüssels in Mathematik" ab, sie fordert außerdem eine klare Definition des Lernstoffs, die Erlaubnis, das Wörterbuch zu verwenden und für Schüler mit negativer Klausur mindestens zwei Wochen Vorbereitungszeit bis zur mündlichen Prüfung. Außerdem will die AKS ein Streikrecht für Schüler. Derzeit müssen Schüler, die wegen einer Demonstration die Schule ausfallen lassen, damit rechnen, diese Zeit als unentschuldigte Fehlstunden angerechnet zu bekommen.