Erstellt am 04. Februar 2014, 12:28

Liste Burgenland will Dorfpolizei. Dorfpolizisten mit eigener Uniform, die von der Gemeinde, in der sie Dienst tun, angestellt werden, wünscht sich die Liste Burgenland.

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Wenn vom Bund dazu die Möglichkeit geschaffen würde, "dann ist das etwas, was wir durchaus in unseren Gemeinden auch machen würden", erklärte der Listen-Obmann und Bürgermeister von Großhöflein, Wolfgang Rauter, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Sicherheitsgefühl stärken
Pro Kommune könnten zwei bis drei Dorfpolizisten beschäftigt werden - "nicht als Konkurrenz zur Polizei, sondern als Ergänzung, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken", schlug Rauter vor. Die Dorfpolizisten könnten für ihren Dienst mit einem direkt zur Polizei verbundenen Notfallhandy und möglicherweise auch mit einem Elektroschocker ausgestattet werden.

Als Aufgaben einer solchen Dorfpolizei nannte Rauter Patrouillen vor allem zur Abend- und Nachtzeit und Verkehrsüberwachungen. Wenn die dabei eingehobenen Strafen nicht der Bund, sondern die Gemeinde kassiere, hätten die Kommunen die Möglichkeit, einen Teil der Ausgaben zu tragen.

"Ich habe das in Südtirol gesehen, da hat das wunderschön funktioniert. Da haben die kleinen Ortschaften Dorfpolizisten gehabt, die dort präsent waren, die bestimmte Kompetenz haben", so der Bürgermeister. "Wir haben unzählige Einbruchsdiebstähle", dazu kämen noch Vandalenakte, schilderte er die Situation in Großhöflein: "Ich glaube, dass das einfach besser ist, wenn Dorfpolizei vor Ort ist."

Aufgeblähte Zentralstellen
Bei der Polizei störe ihn, dass die Zentralstellen "unerhört aufgebläht" würden, kritisierte Rauter. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) solle offen legen, "wie viele Offiziere wir vor 30 Jahren im Burgenland gehabt haben und wie viele Offiziere es heute sind." "In Wahrheit blähen wir den Apparat, der relativ kostenintensiv ist, massiv auf und haben immer weniger Leute, die vor Ort tätig sind - eine ungesunde Entwicklung", meinte der Listen-Obmann.