Erstellt am 11. März 2014, 23:59

von Wolfgang Millendorfer

Lösung im Schul-Streit. Kein Politikerverbot / Kurios: Nach „Missverständnis“ einigen sich Schülervertreter und Schulratspräsident in Sachen politische Bildung.

Klärendes Gespräch: Regina Petrik (Grüne), Konstantin Langhans (RFJ), Herbert Klikovits (Team Stronach, hinten, v.l.), Bernd Arthofer (LBL), Dominik Reiter und Patrik Fazekas (ÖVP, vorne, v.l.) forderten die Aufhebung des Politikerverbotes. Mit dem amtsführenden Landesschulratspräsidenten Gerhard Resch (r.) fand man nun eine Lösung.  |  NOEN, BVZ
Von Wolfgang Millendorfer

Bis Montag waren die Fronten zwischen Landesschülervertretung und Landesschulrat verhärtet. Nach einem Gespräch im Büro des amtsführenden Präsidenten Gerhard Resch haben sich die Wogen geglättet: Für die zuletzt umstrittenen politischen Podiumsdiskussionen an heimischen Schulen gibt es jetzt plötzlich grünes Licht.

Wie berichtet, hatten Vorfeldorganisationen aller Couleurs eine Aufhebung des Politikerverbotes an Schulen gefordert.

"Scheinbar aneinander vorbeigeredet..."

Dass geplante Podiumsdiskussionen mit Politikern nicht erlaubt wurden, sei auf den Interpretationsspielraum im entsprechenden Erlass zurückzuführen, hieß es nun von beiden Seiten. Resch: „Da haben wir scheinbar aneinander vorbeigeredet. Was ich nicht will, ist Werbung, die einen politischen Anstrich hat.“

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Polit-Diskussionen können aber weiterhin veranstaltet werden – vorausgesetzt, alle Fraktionen werden eingeladen. Dominik Reiter, Sprecher der Berufsbildenden Schulen, ist zufrieden: „Wir haben klare Rahmenbedingungen fixiert. Damit gibt es kein Politikerverbot ,durch die Blume‘ mehr.“ Die neue, alte Regelung soll jetzt – etwa mit EU-Diskussionen – rasch mit Leben erfüllt werden. AHS-Schulsprecher Lukas Faymann: „Wir werden Nägel mit Köpfen machen und hoffen, dass das auch in der Praxis umgesetzt werden kann.“