Erstellt am 26. Oktober 2011, 00:00

„Lösungen statt Märchen“. BILDUNGS-DEBATTE / Unabhängige Plattform macht jetzt auch im Burgenland gegen das Bildungsvolksbegehren mobil.

Symbolbild  |  NOEN, www.BilderBox.com

Prominente (SPÖ-)Politiker des Landes haben sich bereits für das von Ex-Vizekanzler Hannes Androsch initiierte Bildungsvolksbegehren eingesetzt. Jetzt melden sich auch jene lautstark zu Wort, von denen es keine Unterschrift geben wird, wenn das „Volksbegehren Bildungsinitiative“ von 3. bis 10. November in die heiße Phase geht.

Die österreichweite „Bildungsplattform“ tritt gegen „das Märchen von der Gesamtschule“ auf und verteidigt das differenzierte Schulsystem. Im Vorstand dabei ist die Mittelburgenländerin Susanne Schmid, die als ehemalige Landesobfrau der Elternvereine schon in der Vergangenheit ihre Kämpfe mit dem Landesschulrat ausgefochten hat.

„Wir wollen, dass auch andere Meinungen gehört werden“, sagt Schmid im Gespräch mit der BVZ, „denn wenn die Gesamtschule das bestehende System verdrängt, sinkt das Niveau. Begabte Schüler müssen weiterhin das Gymnasium besuchen dürfen.“ Deshalb tritt sie unter anderem auch „gegen das finanzielle Aushungern der AHS zugunsten der Neuen Mittelschule“ auf. Die „zwangsweise Ganztagesschule“ sei im Burgenland – etwa im Gegensatz zu Großstädten – zudem nicht nötig, meint Schmid.

Andere Meinungen lässt der amtsführende Landesschulratspräsident Gerhard Resch „natürlich gelten“, er ist aber Unterstützer des Gesamtschul-Modells: „Das zeigt uns die ganze Welt vor. Eine Chancengerechtigkeit ist eher gegeben, wenn die Schüler nicht mit neun Jahren selektiert werden müssen.“