Erstellt am 19. Dezember 2013, 10:21

Lohnsteueraufkommen stieg 2012 um sieben Prozent. Das Lohnsteueraufkommen ist auch 2012 gestiegen, und zwar um sieben Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Insgesamt zahlten die Österreicher im Vorjahr 24,5 Milliarden Euro Lohnsteuer.

Fast 38 Prozent der Beschäftigten (2,5 Millionen Personen) zahlten jedoch gar keine Steuern für ihr Einkommen, da dieses schlicht zu niedrig war. Einmal mehr ist Wien die mit Abstand einkommensstärkste Region.

Anstieg trotz Wirtschaftskrise, Rückgang nur 2009

Die Bruttobezüge der rund 6,6 Millionen lohnsteuerpflichtigen Personen stiegen laut Statistik Austria um 4,3 Prozent auf 167,7 Milliarden Euro. Der Zuwachs bei der Lohnsteuer sei somit "deutlich dynamischer" ausgefallen als jener bei den Bezügen, schlussfolgert die Statistik Austria (die Zahlen beziehen sich auf die Daten vor der Arbeitnehmerveranlagung).

Trotz Wirtschaftskrise hat der Staat in den vergangenen Jahren kontinuierlich mehr Lohnsteuer eingenommen, 2011 hatte das Plus sechs Prozent betragen. Nur im "Krisenjahr 2009" war das Aufkommen um 7,1 Prozent zurückgegangen - damals griff auch die Steuerreform.

Immerhin rund 2,5 Millionen Personen zahlten gar keine Steuern für ihr Einkommen, da dieses zu niedrig war. Umgekehrt zahlten nur 2,5 Prozent der Lohnsteuerpflichtigen (166.000 Personen) den Höchststeuersatz von 50 Prozent.

Mödling als einziger Nicht-Wiener Bezirk in den Top Ten

Alljährlich erhebt die Statistik Austria auch das regionale Einkommensgefälle in Österreich. Demnach waren auch 2012 die durchschnittlichen Jahresnettobezüge in Wien am höchstem: Auf Platz eins lag der erste Bezirk mit im Schnitt 52.180 Euro pro Jahr, gefolgt vom 13. (Hietzing, 41.427 Euro) und dem 19. (Döbling, 40.355 Euro).

Nur Mödling (Niederösterreich, 38.178) schaffte es als Nicht-Wiener Bezirk unter die Top Ten im Jahresnetto-Ranking. Schlusslicht ist der Bezirk Südoststeiermark (26.040 Euro).

Nach Branchen betrachtet, sollten die Österreicher eine Beschäftigung bei einem Energieversorger anstreben, dort nämlich sind die durchschnittlichen laufenden Bezüge mit über 60.000 Euro am höchsten, gefolgt von der Finanzbranche. Am wenigsten verdienen die Beschäftigten in der Gastronomie und Hotellerie (unter 30.000 Euro).