Erstellt am 15. Oktober 2014, 07:20

von Wolfgang Millendorfer

Strom-Streit um Therme. Therme bezieht als Landes-Unternehmen den Strom aus Vorarlberg. Hotel-Manager Stündl: „Das ist wirtschaftlicher.“

Geschäftsführer Stündl: Sonnentherme setzt auf Einkaufsgenossenschaft.  |  NOEN, zVg

Neben der Debatte um ausländische Arbeitskräfte in der Sonnentherme Lutzmannsburg (siehe auch den

) sorgt jetzt die Frage des Strom-Anbieters für neue Aufregung.

„Hogast“ ermittelt den Stromversorger

Wie die BVZ erfuhr, bezieht das Landes-Unternehmen seinen Strom nicht von der Energie Burgenland, sondern aus Vorarlberg – und seit Jahren von wechselnden Anbietern.

Wolfgang Stündl, Geschäftsführer des Hotels Sonnenpark, bestätigt dies im BVZ-Gespräch: Von der Einkaufsgenossenschaft „Hogast“, deren Mitglied die Sonnentherme ist, werde der Stromversorger jeweils im Zuge einer Ausschreibung ermittelt.

„Wir haben ja immer den Auftrag, den Betrieb wirtschaftlich zu führen“, so Stündl. Dabei sei die „Hogast“ ein guter Partner. Der Landes-Energieversorger sei „jederzeit willkommen, das zum selben Preis zu machen“.

WiBAG-Direktor Kast kündigt Änderungen an

Nachdem SP-Landesrat Peter Rezar der Sonnentherme zuletzt die Rute ins Fenster gestellt hatte (Stichwort: „Beschäftigungsquote für burgenländische Arbeitskräfte“), gab es nun wieder Kritik zur fehlenden Lehrlingsausbildung in Lutzmannsburg.

Als Thermen-Geschäftsführer kündigt WiBAG-Direktor Franz Kast hier Änderungen an: „Wir starten eine Lehrlingsoffensive und bauen einen eigenen Mitarbeiterpool auf.“

16 Lehrlinge sollen in den kommenden Jahren ausgebildet werden. Zudem will man sich vom angedrohten Förderstopp nicht abschrecken lassen und Ende des Jahres Umbauarbeiten starten.