Erstellt am 24. November 2010, 00:00

Mängel stoppen Pläne. GESUNDHEIT / Planungsstopp für Generalsanierung Krankenhaus Oberwart. Die Bauschäden sind umfangreicher als vermutet.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die Planung für die Generalsanierung des Schwerpunktkrankenhauses Oberwart ist vorerst gestoppt. Grund sind Mängel in der Bausubstanz; diese dürften größer sein, als bisher angenommen.

„Mir geht es um Qualität, nicht um Geschwindigkeit“, begründet Landesrat Peter Rezar (SPÖ) die Entscheidung. „Ich habe eine genaue Überprüfung des Baukörpers angeordnet, das Ergebnis sollte bis Anfang Dezember vorliegen.“ Bis dahin liege die Planung vorerst einmal auf Eis. Projektleiter Wolfgang Wallner von der Krages (Burgenländische Krankenanstalten GmbH) spricht von „gewissen Mängeln, die zwar nicht dramatisch sind, aber dennoch behoben werden müssen“. Dieser Schritt könnte das Projekt im Zeitplan um sechs Monate zurückwerfen. „Das ist bei einem Projekt in dieser Größenordnung aber nicht wirklich bedeutend“, sagt Wallner. Viel wichtiger sei es da schon, die Budgetobergrenze von 80 Millionen Euro einzuhalten.

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„Wahrscheinlich wird nicht alles realisierbar sein, was vielleicht gut wäre“, gibt Wallner zu. Deshalb wird vor der weiteren Planung eine Prioritätenreihung erstellt, nach der vorgegangen werden soll. Der Budgetobergrenze dürfte die flächenmäßige Erweiterung des Krankenhauses zum Opfer fallen.

Vorrangiges Ziel der Planer ist die Optimierung der Arbeitsabläufe im größten Krankenhaus des Burgenlands. Die medizinischen Bereiche werden neu geordnet, durch eine zentrale Aufnahmestelle sollen die Patientenströme besser gelenkt werden. „Behutsam“, will Rezar die „größte Investition ins burgenländische Gesundheitssystem angehen“. Wann der Startschuss für die Sanierung bei vollem Betrieb fallen soll, ist unklar.