Erstellt am 07. März 2014, 12:46

Mammografie-Einladung: Erst 26 Patientinnen. Mit Jahresbeginn ist in Österreich ein Brustkrebs-Früherkennungsprogramm gestartet worden.

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Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren erhalten nun alle 24 Monate per Post eine persönliche Einladung zur Mammografie. Im Burgenland hat man mit dem Schreiben erst 26 neue Patientinnen gewinnen können, teilte Radiologe Friedrich Karner bei einer Pressekonferenz am Freitag in Eisenstadt mit.

Angst ist meist Hindernis

Seit Jänner haben monatlich je 2.400 Burgenländerinnen die Einladung erhalten. 250 haben diese auch angenommen, wobei ein sehr großer Teil nicht zum ersten Mal bei der Mammografie war, so Karner.

Insgesamt waren es im Burgenland seit Jänner 26 Frauen, "die durch diesen Einladungsbrief und überhaupt das erste Mal motiviert wurden, zu einer Mammografie zu gehen". Hindernis sei bei vielen Frauen die Angst - und das sowohl vor der Untersuchung selbst als auch vor der Diagnose, erklärte der Radiologe.

Die Einladung ist jeweils drei Monate lang gültig, eine zusätzliche Zuweisung durch Fach- oder Hausarzt ist nicht nötig, so Projektleiterin Karin Eger.

Zusätzlich erhalten die Frauen eine Liste mit allen Radiologen, die diese Untersuchung anbieten. Im Burgenland ist das flächendeckend überall der Fall, sagte Hartwig Roth, Obmann der burgenländischen Gebietskrankenkasse.

Jährlich 140 Neuerkrankungen im Burgenland

Mit dem Programm habe man den Zugang zur Früherkennungsuntersuchung für Frauen der Risikogruppe erleichtert, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ). Wichtig sei allerdings, "diese Einladung auch wahrzunehmen", so Stöger.

Jährlich gibt es etwa 140 Neuerkrankungen bei Brustkrebs bei Frauen im Burgenland, erläuterte Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ). Mit einem Viertel von etwa 700 bösartigen Erkrankungen ist es die höchste Rate an Krebserkrankungen gefolgt von Magen-Darm-Krebs und Lungenkrebs.