Erstellt am 31. Juli 2013, 12:48

Mehr Frauen in Leitungspositionen im Landesdienst. "Frauenpower" hält zusehends auch im burgenländischen Landesdienst Einzug.

Die Zahl der weiblichen Führungskräfte hat sich seit 2003 von 33 auf 59 erhöht, teilte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit. Mittlerweile seien 30,4 Prozent der insgesamt 194 Leitungspositionen mit Frauen besetzt.

Im gesamten Landesdienst - Verwaltung einschließlich der Landeslehrer und der Krankenanstalten - betrage die Frauenbeschäftigungsquote 67,6 Prozent, erläuterte Niessl. Im Bereich der Landesverwaltung seien 43,1 Prozent der Beschäftigten Frauen. Dabei müsse man berücksichtigen, dass ein Drittel der knapp 2.000 Bediensteten im Straßenbau-Bereich tätig seien.

"Wir liegen hier deutlich über dem Bundesschnitt", so der Landeshauptmann. Im Ländervergleich bewege man sich "im Mittelfeld, wenn nicht im oberen Drittel", erklärte die Leiterin der Personalabteilung, Elke Edelbauer.

Rund ein Drittel der im Landesdienst Beschäftigten, der Großteil davon Frauen, würden aus freien Stücken in Teilzeit arbeiten, so Niessl. Ein Umstieg in eine Vollzeitbeschäftigung sei auf Wunsch "relativ unbürokratisch" möglich.

"Ein striktes Nein" komme von ihm zum Wunsch nach einer vorzeitigen Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen, sagte Niessl. Denn Frauen hätten oft mit Beruf, Familie und Haushalt eine Dreifachbelastung: "Damit, denke ich, ist es auch gerechtfertigt, ein unterschiedliches Pensionsantrittsalter zu haben."