Erstellt am 19. September 2012, 05:05

Metaller läuten die Herbstlohnrunde ein. Am Mittwoch startet die Herbstlohnrunde, eröffnet wird sie traditionell von der Metallindustrie. Erstmals werden heuer nicht alle sechs Fachverbände gemeinsam mit der Gewerkschaft verhandeln, sondern jeder Verband für sich. Dagegen hat sich die Arbeitnehmervertretung vehement gewehrt, nun will sie zumindest einen gemeinsamen Abschluss für alle Verbände erreichen.

Im Vorjahr gab es im Schnitt einen Lohnzuwachs von 4,2 Prozent. Ausgangsbasis für die heurige Feilscherei ist eine Inflationsrate von 2,8 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten. Offen ist, ob die Industrievertreter auch über eine weitere Arbeitszeitflexibilisierung reden wollen. Das lehnen die Gewerkschaften ab, denn ihrer Meinung nach geht es hier den Arbeitgebern nur darum, die Überstundenzuschläge zu sparen.

Im Vorjahr waren vier Verhandlungsrunden notwendig, bereits nach der zweiten Runde erhöhten Arbeitnehmervertreter mit landesweiten Warnstreiks den Druck auf die Industrie. Diese verhandelt heuer mit einem neuen Team - angeführt von dem Vorarlberger Unternehmer Johannes Collini. Auf Seiten der Belegschaft tritt wieder das eingespielte Team Rainer Wimmer (Pro-Ge) und Karl Proyer (GPA) an.