Erstellt am 05. November 2010, 10:28

Metaller-Lohnrunde geht in die dritte Runde. Die Lohnverhandlungen der Metallindustrie gehen am Freitag in die dritte Runde. Knackpunkte sind die Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung ohne Lohneinbußen und traditionell der Lohnzuwachs.

 Im Krisenjahr 2009 legten die Mindestlöhne um 1,5 Prozent zu, heuer verlangen die Arbeitnehmer einen Dreier vorm Komma. Die Arbeitgeber hingegen wollen unter zwei Prozent abschließen. Betroffen sind rund 165.000 Beschäftigte, allerdings hat der Metallerabschluss auch Signalwirkung für alle anderen Branchen. Nahezu zeitgleich finden auch die Kollektivvertragsverhandlungen für die 450.000 Handelsbeschäftigten statt, hier fordern die Belegschaftsvertreter einen Mindestlohn von 1.300 Euro.

   Eine Arbeitszeitflexibilisierung und damit verbunden längere Durchrechnungszeiträume für die Überstundenabgeltung wurde bereits vor der ersten Gesprächsrunde der Metaller zu Grabe getragen. Die Arbeitgeber wollten mit diesem Rückzieher die Arbeitnehmer von ihrer Forderung nach Arbeitszeitverkürzung abbringen, was bisher auf Taube Ohren stieß. Allerdings lassen die Gewerkschaften durchblicken, dass diese Verkürzung nicht gleich und für alle kommen müsse.