Erstellt am 13. März 2012, 15:46

Mikl-Leitner fordert AMS-Reform. ÖAAB-Chefin Innenministerin Johanna Mikl-Leitner fordert eine Reform des Arbeitsmarktservice (AMS). Das AMS sollte "von einer reinen Arbeitslosenagentur zu einer Agentur für Arbeit" umgewandelt werden, so Mikl-Leitner.

Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) kontert in einer Aussendung: Das AMS sei bereits Vorbild in Europa.

Konkret moniert Mikl-Leitner, dass das AMS derzeit nur die Symptome, nicht aber die Ursachen der Arbeitslosigkeit bekämpfe. Das AMS solle sich künftig mehr auf Projekte des "berufsbegleitenden Lernens" konzentrieren. Unter anderem solle jedem Berufstätigen ab 40 ein "Berufs-Check" angeboten werden, um eventuell andere Job-Möglichkeiten auszuloten und die Zahl der Früh- und Invaliditätspensionen zu reduzieren. Weiters sollten "gesundheitsgefährdende Berufslaufbahnen" frühzeitig erkannt werden.

Hundstorfer verweist auf das Arbeits- und Gesundheitsgesetz "fit2work", das gemeinsam von der Bundesregierung in Loipersdorf beschlossen worden sei. Ziel sei die Beratung und Unterstützung bei gesundheitlichen Problemen am Arbeitsplatz. Um Invalidität erst gar nicht entstehen zu lassen, werde das Know-how von Arbeitsmarktservice, Sozialversicherung, Bundessozialamt und Arbeitsinspektion in allen Fragen von Arbeit und Gesundheit gebündelt. Das AMS nehme jährlich an Vergleichen mit anderen europäischen Arbeitsagenturen teil und befinde sich immer unter den Besten. Auch bei der Kundenzufriedenheit schneide das AMS gut ab.