Erstellt am 25. April 2012, 12:21

Mikl-Leitner fordert Öffi-Jobticket. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner fordert in ihrer Funktion als Chefin des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB gratis Öffi-Tickets für alle rund 3,5 Millionen unselbstständig Beschäftigten in Österreich.

Das wurde von ÖAAB-Generalsekretär Lukas Mandl bestätigt. Derzeit bekommen sogenannte "Jobtickets" nur Arbeitnehmer, die Anspruch auf zumindest das kleine Pendlerpauschale haben. Voraussetzung dafür ist eine Mindestdistanz zwischen Wohn- und Arbeitsort von 20 Kilometern.

Der ÖAAB greift damit eine Forderung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) auf, der sich wiederholt für eine Ausweitung des seit Jahresbeginn 2011 geltenden Jobtickets aussprach. Auch die Verkehrs-Gewerkschaft vida und die Grünen befürworteten die VCÖ-Idee, wonach auch jene Beschäftigte Anrecht auf eine steuerbegünstigte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel haben sollen, die kein Anrecht auf ein Pendlerpauschale haben.

Seit Jänner 2011 sind vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Fahrkarten steuer- und sozialversicherungsfrei, aber eben nur dann, wenn die betroffenen Arbeitnehmer Anspruch auf Pendlerpauschale haben.

Mandl betonte, dass kein Unternehmen dazu gezwungen werden solle. "Das soll auf freiwilliger Basis erfolgen." Für Beschäftigte würde es ein "interessantes Goodie" darstellen - und darüber hinaus die Umwelt schonen, so Mandl.