Erstellt am 09. Januar 2013, 07:38

Mikl-Leitner: Frauen-Wehrpflicht verhindern. Innenministerin Mikl-Leitner (V) hat am Dienstagabend als Gast beim Neujahrsempfang des Gemeindevertreterverbandes (GVV) der Volkspartei NÖ in Grafenegg einer möglichen Frauen-Wehrpflicht neuerlich eine Absage erteilt.

Die ÖVP werde das zu verhindern wissen, sollte die SPÖ tatsächlich solche Pläne schmieden. "Da gehe ich als Erste voraus." Mikl-Leitner legte darüber hinaus ein Bekenntnis zum Zivildienst ab. 2012 seien fast 14.000 Zivildiener im Einsatz gewesen, sagte sie in Grafenegg. "So viele wie nie zuvor". Das seien um 6.000 mehr als 8.000 bezahlte Freiwillige, für die Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) mit dem Sozialjahr werbe.

Sie sei für eine "Modernisierung der Wehrpflicht", so Mikl-Leitner weiter. Am 20. Jänner gehe es nicht nur um eine sicherheitspolitische, sondern auch um eine gesellschaftspolitische Frage. Und: "Wer heute ja zu einem Berufsheer sagt, sagt morgen ja zur NATO und übermorgen zur Aufgabe der Neutralität".

Mikl-Leitner will Zivildienst für Frauen öffnen

Mikl-Leitner will den Zivildienst auch für Frauen öffnen. Mit den Zivildienstorganisationen besprechen will sie das nach der Bundesheer-Volksbefragung am 20. Jänner. "Es gibt hier eine sehr hohe Nachfrage und dieser Nachfrage werden wir nachkommen", kündigte Mikl-Leitner am Mittwoch im Ö1-Morgenjournal an. Allerdings werde der Zivildienst für Frauen nur freiwillig und nicht verpflichtend sein, wie die VP-Politikerin auch im "Kurier" (Mittwoch-Ausgabe) betont.