Erstellt am 11. Mai 2011, 12:38

Mikl-Leitner: Mehrere Kandidaten "sehr positiv". Die neue ÖAAB-Chefin Johanna Mikl-Leitner hat kein Problem damit, dass sie erst im dritten Wahlgang zu ihrer neuen Position aufgestiegen ist.

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Sie verwies Mittwochmittag einerseits darauf, dass es letztlich im Vorstand ein einstimmiges Ergebnis gegeben habe und betonte andererseits, sie finde es "sehr positiv", dass es im Arbeitnehmerbund mehrere für das Amt geeignete Persönlichkeiten gegeben habe.

Konkrete Ansagen in der Sache gibt es von Mikl-Leitner bisher noch nicht. Was die Hacklerregelung angeht, verweist sie darauf, dass Rechtssicherheit bestehen müsse, also das Regierungsprogramm eingehalten werde. Sie stehe zu den beim letzten Budget eingeleiteten Maßnahmen, die vorsehen, dass die begünstigte Langezeitversichertenregelung erst ab 2014 langsam ausläuft.

Grundsätzlich müssten im Sinne der Generationengerechtigkeit Maßnahmen eingeleitet werden, wie man das faktische Antrittsalter in die Höhe bekommen könnte. Was hier am besten wirken könnte, werde man sich nun im Detail anschauen.

Noch keine konkreten Pläne offeriert die designierte ÖAAB-Chefin, was eine mögliche steuerliche Entlastung angeht. Klar ist für sie aber, dass von einer entsprechenden Reform Mittelstand und Familien profitieren müssten.

In der Bildungspolitik ist für Mikl-Leitner "selbstverständlich", dass neben der "Neuen Mittelschule" auch die Langform des Gymnasiums bestehen bleiben soll. Es sei gut, wenn es verschiedene Modelle und damit eine Auswahl gebe. Überhaupt glaubt sie, dass hier zu viel vom Wiener Standpunkt aus geredet werde. In den Ländern gebe es schon viele Hauptschulen bzw. Mittelschulen mit Leistungsgruppen, die den Standard eines Wiener Gymnasiums hätten.

Beim Lehrerdienstrecht ist für Mikl-Leitner der Reformbedarf klar, wobei auch auf die Bedürfnisse der Pädagogen nicht vergessen werden dürfe. Vorschläge im Detail will sie auch hier fürs erste nicht kundtun.