Erstellt am 08. Oktober 2013, 22:51

Mikl-Leitner präferiert Zweier-Koalition. Innenministerin Mikl-Leitner (ÖVP) hat sich erneut für eine Zweier-Koalition ausgesprochen.

"Ich habe immer gesagt, dass natürlich eine Zweier-Koalition Vorteile hätte, weil gibt es einen dritten Partner, bremst das natürlich das Arbeitstempo", sagte sie am Dienstag in der "Zeit im Bild 2" des ORF. Grundsätzlich gehe es jetzt aber einmal darum "Inhalte zu definieren", meinte die Ressortchefin.

Team Stronach im politischen Out

Eine Zusammenarbeit mit dem Team Stronach (etwa gemeinsam mit der FPÖ) hält Mikl-Leitner offenbar für wenig zukunftsträchtig: "Ich glaube, das Team Stronach hat sich ohnedies schon ins politische Out gestellt, wenn man sich den Zustand dieser Partei anschaut". Aber es gelte, auch mit "vielen andere politischen Gruppierungen Gespräche abzuhalten. So werde es etwa "selbstverständlich" auch Gespräch mit den NEOS geben, sagte sie.

Wichtig ist das Vertrauen

Der Idee eines "koalitionsfreien Raumes" kann sie nichts abgewinnen. "Wie auch immer die Konstellation der Koalition aussieht, wichtig ist das Vertrauen". Daher sollten alle Projekte festgeschrieben werden: "Da braucht es keinen koalitionsfreien Raum, wenn wir die Dinge festschreiben und die Dinge dann umsetzen", so die Ministerin. Bedenken, dass allzu scharfe Worte im Wahlkampf eine Zusammenarbeit mit der SPÖ erschweren könnten, hat sie offenbar nicht: "Wahlkämpfe sind wie Wirbelstürme, sie kommen und gehen. Jetzt geht es um einen anderen Wirbelsturm, der letztendlich eingeleitet werden muss."