Erstellt am 15. Mai 2013, 00:00

Minister im Kreuzfeuer. Trotz „Bienen-Rückzieher“ / Berlakovich schwenkt auf Pestizid-Verbot um und wird weiterhin kritisiert. Aufregung um Bienen-Studie.

Der Druck ist zuletzt auch in der eigenen Partei gewachsen – deshalb sprach sich ÖVP-Minister Nikolaus Berlakovich in der Vorwoche doch überraschend für ein Verbot von Neonicotinoiden aus (siehe Artikel oben).

Im Zuge eines „Bienengipfels“ im Lebensministerium gab Berlakovich bekannt, dass Österreich den Vorschlag der Europäischen Kommission unterstützen werde. Dass die umstrittenen Beizmittel verboten werden, war schon davor bekannt. Von den anderen Parteien gab es Häme und Rücktritts-Aufforderungen für den Minister.

„Lösung, die auch die Bevölkerung akzeptiert“ 

Berlakovich – der zunächst gegen ein Verbot gestimmt und genauere Untersuchungen gefordert hatte – unterstrich, dass er sich um eine Versachlichung bemüht habe: „Ich wollte eine Lösung, die auch die Akzeptanz der Bevölkerung findet.“

Die Aufregung war damit aber nicht vorbei: Kurz darauf wurde bekannt, dass eine Studie des Umweltministeriums zum Bienensterben von Chemiekonzernen mitfinanziert worden war. Darin wurde unter anderem auch die Zulassung neonicotinoider Wirkstoffe empfohlen.