Erstellt am 03. Mai 2011, 12:15

Ministerin Schmied will Lehrerbild verbessern. Das Lehrerbild muss sich ändern. Das hat Unterrichtsministerin Schmied einen Tag nach Beginn der Verhandlungen ihres Ministeriums mit der Lehrergewerkschaft als Losung ausgegeben. Es dürfe nicht mehr heißen "ich und meine Klasse und mein Fach", sondern "wir und unsere Schule", so Schmied am Dienstag.

Das Lehrerbild muss sich ändern. Das hat Unterrichtsministerin Schmied einen Tag nach Beginn der Verhandlungen ihres Ministeriums mit der Lehrergewerkschaft als Losung ausgegeben. Es dürfe nicht mehr heißen "ich und meine Klasse und mein Fach", sondern "wir und unsere Schule", so Schmied am Dienstag.

Neben dem Unterrichten gehöre auch Projektmanagement, Elternarbeit, interkultureller Dialog und Schulentwicklung zum Berufsbild des Lehrers. Beim Auftaktgespräch von Lehrergewerkschaft und Dienstrechtsexperten am Montag, bei dem auch Schmied anwesend war, habe ein "sehr konstruktives Klima" geherrscht. Ziel für das neue Dienstrecht für 30 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und damit jeden 30. Arbeitnehmer Österreichs: es muss attraktiver sein.

Immerhin würden derzeit 20 bis 30 Prozent der Lehramtsstudenten an den Unis für die Schulen "verloren gehen". An den PH gibt es laut Unterrichtsministerium durchschnittlich einen "Schwund" von zehn Prozent, in den westlichen Bundesländern seien es aufgrund der Abwerbungen durch Deutschland, Schweiz und Liechtenstein unterdessen 20 Prozent.

Zur Attraktivierung des Jobs gehören aus Schmieds Sicht neben Bezahlung und Vertragsbedingungen auch, dass im neuen Dienstrecht "Verantwortung und Funktionen entsprechend abgebildet und honoriert" werden müssen.

Der Grundstein für diese vielen Tätigkeiten von Pädagogen soll in der neuen Lehrerausbildung gelegt werden, deren Konzept Anfang Juni von der Arbeitsgruppe um Ex-VP-Bundesrat Andreas Schnider vorgelegt werden soll. Klar ist laut Schmied, dass es Eignungsverfahren und einen gemeinsamen Kern an Inhalten für alle Pädagogen - auch jene an Kindergärten - geben wird. Der vierjährige Bachelor soll dabei die Grundausbildung sein, danach folgt der berufsbegleitende Master.