Erstellt am 27. Mai 2015, 21:18

von APA Red

Mitterlehner erwartet "sehr gutes Abschneiden". ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner geht davon aus, dass die burgenländische Landespartei am Sonntag bei der Landtagswahl "sehr gut abschneiden" wird.

Wahlkampf-Finale: ÖVP-Bundesparteiobmann Reinholf Mitterlehner und Burgenland-Chef Franz Steindl (v. li.).  |  NOEN, ÖVP Burgenland
Das erklärte er beim Wahlkampffinale am Mittwochabend in Purbach und davon zeigte sich auch Franz Steindl überzeugt: "Jawohl, ich will Landeshauptmann des Burgenlandes werden." Mitterlehner verteidigte in seiner Rede die Pläne zum Bankgeheimnis.



Begleitet vom Musikverein Purbach und dem Applaus der ÖVP-Anhänger zogen Mitterlehner und Spitzenkandidat Steindl gemeinsam mit den Kandidaten in das große Festzelt. Die Partei startete mit dem Event in das Wahlkampffinale - symbolisiert durch eine große, abgebildete Stoppuhr auf der Bühne.

Zum Einstieg lud Landesgeschäftsführer Christian Sagartz die Teilnehmer zu einem "Online-Flashmob", innerhalb kurzer Zeit wurde der Appell, am Sonntag zur Wahl zu gehen, via Facebook von über 70 Personen geteilt.

Steindl: Wer spekuliert, verliert

"Jawohl, ich will Landeshauptmann des Burgenlandes werden", aber nicht um jeden Preis, erklärte Steindl in seiner Rede. Er wolle mit seinem Team arbeiten und mit Partnern, die den Werten der ÖVP entsprechen.

Werde er auf mögliche Koalitionen nach der Wahl angesprochen, halte er daher fest: "Ich bin kein Spekulant, wer spekuliert, verliert", dies gelte auch in der Politik. Er forderte: "Lassen wir am 31. Mai die Burgenländer wählen und dann haben wir genug Möglichkeiten, um zusehen, welche Konstellationen sich ausgehen."

x  |  NOEN, APA/Robert Jäger


Bis dahin sollten alle noch die drei Tage nutzen, um Unentschlossene für die ÖVP zu gewinnen. "Es geht nicht um Funktionen, um Macht oder Postenbesetzungen. Nein, es geht am 31. Mai um die Menschen in diesem Land und die Zukunft des Burgenlandes", so Steindl.

Auch Mitterlehner appellierte an die Besucher, in den kommenden Tage noch Wähler zu mobilisieren: "Wir können sehr gut abschneiden." Der Erfolg sei "nahe", so der Bundesparteiobmann.

Rot-blaue Landesregierung verhindern

Steindl warnte außerdem einmal mehr vor einer rot-blauen Landesregierung, denn diese würde "instabile Verhältnisse und Machtarroganz" bedeuten. Er bot SPÖ-Sympathisanten an: "Wenn ihr eine rot-blaue Regierung verhindern wollt, wählt diesmal ÖVP."

In Richtung Landes-SPÖ kritisierte Mitterlehner das "populistische" Auftreten von Landeshauptmann Hans Niessl. Außerdem mahnte er Reformen etwa bei den Pensionen ein und verteidigte die Gegenfinanzierung zur Steuerreform: "Wir haben uns wirklich bemüht, die Gegenfinanzierung so maßvoll wie möglich" zu gestalten.

Verteidigt hat der Vizekanzler auch die Pläne zum Bankgeheimnis: "Wenn jemand den Eindruck hat, dass die Finanz in jedes Konto schaut, das ist nicht die Absicht." Es gehe darum, zu schauen, "wenn zehn Mrd. aus der Schweiz nach Österreich reinkommen", dass dies versteuert wird. Mitterlehner betonte, dass es dabei um einen "begründeten Verdacht" geht und versprach: "Das werden wir entsprechend absichern."

Gute Infrastruktur wichtig für ländlichen Raum

Steindl hob inhaltlich die Wirtschaft, die Infrastruktur und den Ländlichen Raum hervor: "Nur eine starke Wirtschaft kann Arbeitsplätze im Burgenland schaffen. Nur eine gute Infrastruktur ist die Voraussetzung für eine gute Mobilität im Burgenland und ein starker Ländlicher Raum ist der Garant für die Zukunft."

Gerade die Wirtschaft, betonte der Ressortchef, hatte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) doch im Wahlkampf angedacht, dessen Ressort mit einem Experten zu besetzen. "Es geht nicht darum, dass wir Fachmänner allein brauchen", viel mehr brauche es "Politiker mit Sensorium", so Steindl.

Mit der großen Veranstaltung läutete die ÖVP das Wahlkampffinale ein. Für den Spitzenkandidaten hat es eigentlich schon vor einem Jahr mit der Urabstimmung begonnen, aus der Steindl gestärkt hervorging: "Das war ein ganz toller Auftakt. Von 27.000 Mitgliedern haben an einem Tag 16.000 ÖVP-Mitglieder teilgenommen und ein eindeutiges Zeichen gesetzt."