Erstellt am 09. Juli 2012, 16:02

Mitterlehner gegen SPÖ-Vorschläge zur Teilzeit. Die Kritik der SPÖ an der weit verbreiteten Teilzeitarbeit können Wirtschaftsminister Mitterlehner, die ÖVP-Gewerkschaft ÖAAB und die Wirtschaftskammer nicht nachvollziehen.

Mitterlehner argumentierte, dass die Teilzeitarbeit den Wiedereinstieg und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen würde. Ähnlich argumentierten auch der ÖAAB und die WKÖ. "Teilzeit kann eine gute Lösung sein", dies allerdings nur für eine Lebensphase, räumte die Wiener SPÖ-Frauen-Chefin und Vizebürgermeisterin Renate Brauner ein. Aber: "Teilzeit darf keine Sackgasse sein", Betroffene sollen die Möglichkeit haben, aus dieser auch wieder raus zu kommen.

Als politisches Fazit für den Bund verwies Frauenministerin Heinisch-Hosek daher einmal mehr auf ihr Modell zur Reform der Familienförderung. Dieses sieht eine höhere Familienleistung sowie die Abschaffung steuerlicher Frei- und Absetzbeträge vor.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, brauche es "nicht weniger Arbeitszeit-Flexibilität, sondern mehr", erklärte ÖAAB-Generalsekretär Mandl. Die WKÖ forderte von den SPÖ-Frauen, die Kampagne gegen Teilzeit "endlich" einzustellen.

Die FPÖ zeigt sich mit der Frauen- und Familienpolitik "mehr als unzufrieden", da die Mütter immer weiter von ihren Kindern entfernt werden würden. Die Grünen fordern ein Ende der Lohndiskriminierung von Teilzeitbeschäftigten, während sich das BZÖ für mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten ausspricht, die sich an die veränderten Gegebenheiten anpassen sollen.