Erstellt am 05. November 2011, 11:22

Mitterlehner sieht "viele Vorteile" von ELGA. Im Streit um die von Gesundheitsminister Alois Stöger geplante elektronische Gesundheitsakte (ELGA), die von der Wiener Ärztekammer und auch Teilen der ÖVP abgelehnt wird, schaltet sich nun Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ein.

Er wolle vermitteln, die ELGA würde viele Vorteile bringen, erklärte er im Ö1-"Morenjournal" am Samstag. Er nehme aber die Bedenken ernst, der Datenschutz müsse gewährleistet sein, so der Minister. Am Ende werde die ELGA aber kommen, gab er laut ORF-Radio zu verstehen. Sie werde sowohl einen Nutzen für Ärzte wie auch Patienten bringen, so Mitterlehner mit Blick auf die geplante Vernetzung von Gesundheitsdaten. Die Akte werde die Situation in Versorgung und Qualität der Behandlung verbessern.

Gleichzeitig räumte er ein, dass noch eine Reihe von Fragen zu klären seien. Als erstes gelte es, die Bedenken der Ärztekammer auszuräumen. Daher wollte er sich auch nicht auf einen Starttermin für die Akte festlegen. Die Medien-Kampagne der Kammer, die sich gegen die Einführung der Gesundheitsakte stellt, bezeichnete Mitterlehner als "verfrüht". Man solle nun Gespräche führen, "dann wird man sehen, ob man zu einer sachlichen Entscheidung kommt und zu einer gemeinsamer Linie." Er wolle nun den Gesetzesvorschlag von Stöger durcharbeiten und dann mit den Ärzten reden.