Erstellt am 22. August 2012, 06:26

Mitterlehner startete in Alpbach Jugend-Initiative. Familienminister Mitterlehner hat beim Forum Alpbach eine Jugend-Initiative in Bewegung gesetzt. Er kündigte die Ausarbeitung einer Jugendstrategie an und gab kund, dass der sogenannte Jugendcheck bereits am Mittwoch in Begutachtung geht.

Ferner angepeilt wird vom Minister, dass informell erworbene Kompetenzen, etwa die Organisation einer großen Jugendveranstaltung, zertifiziert werden sollen. Dies soll Jugendlichen bei Bewerbungsgesprächen behilflich sein können. Auch Mitterlehner ließ es beim Forum, das heuer die Perspektiven der Jugend zum Thema hat, nicht aus, eine Studie zum Thema zu präsentieren. Das Ergebnis des vom Politikwissenschafter Peter Filzmaier durchgeführten aktuellen Jugendmonitors zeigt eine ziemlich optimistische Jugend. 80 Prozent sehen der Zukunft zuversichtlich entgegen. Das ist - Krise hin, Krise her - gerade einmal ein Prozentpunkt weniger als Anfang 2010.

Dass die Jugend dabei durchaus zu differenzieren weiß, sehen Mitterlehner und Filzmaier dadurch belegt, dass die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage auf Österreich bezogen in den letzten Jahren ziemlich stabil geblieben ist, während die Erwartungen für Europa insgesamt merkbar gesunken sind.

Was die persönlichen Berufswünsche angeht, spielen Geld und Karriere offenbar eher Nebenrollen. In der Prioritätenliste ganz oben stehen Interesse an der Aufgabe und ein angenehmes Betriebsklima. Gespalten ist Österreichs Jugend, was die Mobilität angeht. Zwar hält man die zu vier Fünftel für wichtig, jedoch wollen trotzdem zwei Drittel in der Nähe des aktuellen Wohnorts arbeiten.

Um den Erfordernissen der Jugend möglichst gut entsprechen zu können, lässt Mitterlehner nun eine Jugendstrategie entwickeln. Bereits ab September werden in allen Bundesländern Workshops abgehalten, um auf möglichst breiter Basis unter Einbindung unterschiedlichster Milieus die Wünsche und Probleme von Jugendlichen zu eruieren und davon vernünftige Maßnahmen abzuleiten. 2013 sollen erste Ergebnisse vorliegen.