Erstellt am 01. Juni 2015, 10:35

Parteien verarbeiten Ergebnis. Parteivorstände von SPÖ und ÖVP tagen am Montag - FPÖ, Grüne und Bündnis Liste Burgenland folgen am Dienstag.

Landeshauptmann Hans Niessl mit Landesvize Franz Steindl  |  NOEN, Wolfgang Millendorfer
Nach geschlagener Wahl im Burgenland gilt es für die Landtagsparteien, die Schlüsse aus dem Urnengang zu ziehen. Dazu werden in den kommenden Tagen die Gremien beraten. Den Anfang machen am heutigen Montag SPÖ und ÖVP. Freiheitliche, Grüne und Bündnis Liste Burgenland (LBL) folgen am Dienstag.

Die Sozialdemokraten halten Montagvormittag ihr Parteipräsidium und eine Landesparteivorstandssitzung ab. Im Anschluss daran nehmen um 12.30 Uhr Landeshauptmann Hans Niessl und Landesgeschäftsführer Robert Hergovich zu den Ergebnissen Stellung.

Auch bei der Volkspartei tritt der Landesparteivorstand Montagvormittag zu einer Sitzung zusammen. Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl und Landesgeschäftsführer Chritstian Sagartz haben für 11.00 Uhr eingeladen, um aktuelle politische Fragen zu beantworten.

Die Freiheitlichen beraten ebenso wie die Grünen das Wahlergebnis am Dienstag in ihren Gremien. Für Dienstag hat sich auch die LBL entschieden. Auf Manfred Kölly warten am Montag Aufgaben als Ortschef in Deutschkreutz, deshalb setze man sich einen Tag später zusammen, hieß es.

NEOS-Klausur am Montagnachmittag in Neudörfl

Die NEOS besprechen das Wahlergebnis der burgenländischen Landtagswahl am Montag Spätnachmittag bei einer Klausur in Neudörfl (Bezirk Mattersburg). Christian Schreiter geht davon aus, auch weiterhin Landessprecher zu bleiben. Er will, um den Kopf klar zu bekommen, nun "zwei Wochen auf die Berge" gehen, erklärte er.

Die NEOS haben am Sonntag den Einzug in den Landtag verpasst. "Wir wollen schauen, wo können wir besser werden, wo sind kleine Fehler passiert. Wir sind ein lernendes System", so der Landessprecher. "Am Team ist nichts zu rütteln, ich glaube nicht, dass es daran liegt. Wir müssen unsere Botschaften schärfen und zuspitzen."

Schreiter räumte ein, dass das pinke Parteiprogramm mitunter schwierig zu erklären sei. Anders als die FPÖ oder die LBL, die auf "einfache Lösungen" setze: "Zuspitzen, das wird unsere Aufgabe für die nächsten Monate." Nächstes Ziel im Burgenland sei das Antreten 2017 bei den Gemeinderatswahlen, bis dahin müsse man noch wachsen, ist Schreiter sich bewusst.

Er selbst will als nächstes für zwei Wochen wandern gehen und danach ins Arbeitsleben zurückkehren. Von seiner Agentur hat sich Schreiter Anfang des Jahres getrennt, in diese kehre er aufgrund der Umstrukturierungen nicht mehr zurück.

Sprecherin Marlene Anger "nicht mehr zuständig"

Die heutige Sitzung zur Analyse des Wahlergebnisses und weiteren Vorgangsweise findet zu Hause bei Schreiter in Neudörfl statt. Von der Bundespartei wird Bundesgeschäftsführer Feri Thierry daran teilnehmen. Auch Thierry ging Montagvormittag davon aus, dass Schreiter an der Landesspitze bleibt.

Eine personelle Konsequenz gab es bei Pink am Montag aber doch, die bisherige Sprecherin Marlene Anger übte ihren Job nur bis zum gestrigen Wahltag aus. Sie ist ab sofort nicht mehr zuständig, hieß es.

Video mit Reaktionen der Parteien

Die BVZ war mit dem Video-Team unterwegs, um die wichtigsten Reaktionen und die Stimmung am Wahlabend einzufangen.