Erstellt am 05. Dezember 2011, 09:01

Nachhaltige Hauswirtschaft stärken. Vom 29. November bis 1. Dezember fand im Kardinal König Haus in Wien der Hauswirtschaftskongress „Haus-Wirtschaf(f)t-Zukunft“ statt, bei dem Zukunftsperspektiven und gesellschaftliche Herausforderungen an eine professionelle Hauswirtschaft im Mittelpunkt standen.

Die Personen v.l.: Prof. Dr. Elisabeth Leicht-Eckardt, Prof. Dr. Ute Bender, Vizepräsidentin Hannelore Wörz, Prof. Dorothea Simpfendörfer, Vizerektorin Mag. Christine Wogowitsch, Mag. Gerda Denner, Martina Feulner, MR i.R. Gertraud Pichler, MA, Anne von Laufenberg-Beermann und Regierungsrätin Theresia Hirsch.  |  NOEN, Jürgen Mück
„Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung sowie abnehmender Ressourcen ist eine gerechte und nachhaltige Ernährungssicherung von zentraler Bedeutung. Unter dieser Perspektive hat der Kongress eine globale Sicht auf die Hauswirtschaft, die Nachhaltigkeitsdebatte sowie gesellschaftspolitische Aspekte und deren Auswirkungen geboten“, so Minister Berlakovich. Für die Ausrichtung des Kongresses zeichnet Vizerektorin Mag. Christine Wogowitsch verantwortlich, die sich über das große Interesse freute: „Rund 200 TeilnehmerInnen nahmen an der dreitägigen Fachveranstaltung teil, wo es neben zahlreichen Vorträgen auch Workshops und Diskussionsrunden gab“. Veranstalter war das Institut für Fort- und Weiterbildung der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Kooperation mit dem österreichischen Zweigverein des Internationalen Hauswirtschaftsverbandes (IVHW). Für die Organisation zeichnen Mag. Gerda Denner und Dr. Birgit Karre verantwortlich.
 
Zukunftsfelder für ein professionelles Hauswirtschaftsmanagement
Sowohl hauswirtschaftsnahe und personenbezogene Dienstleistungen als auch qualifizierte Bildungsangebote sind zunehmend gefragt - im Tourismus, in der Eventbranche, im Hotel- und Gastgewerbe sowie im Gesundheitssektor. Demographischer und sozialer Wandel als auch die Regionalentwicklung prägen die neuen Rahmenbedingungen und bieten zugleich große Chancen für soziale Dienste und Einrichtungen. „Wir müssen die Potenziale sozialer, nachhaltiger und regionaler hauswirtschaftlicher Dienstleistungen neu beleben, sie an die heutigen Gegebenheiten anpassen und durch den Einsatz neuer Medien das Leistungsfeld professionalisieren“, erklärte Vizerektorin Mag. Christine Wogowitsch.
Die Hauswirtschaft befindet sich gegenwärtig an einem Punkt, an dem die Weichen für die Ausbildung und das vielfältige Berufsfeld neu gestellt werden. Gerade die steigende Nachfrage nach professionellen hauswirtschaftlichen Dienstleistungen stellt ein großes Potential für die Zukunft einer nachhaltigen Hauswirtschaft dar. Dabei gilt es die Attraktivität des modernen Dienstleistungsberufs „Hauswirtschaftsmanagement“, welcher in vielen Bereichen an Green Jobs andockt, zu steigern.