Erstellt am 18. Mai 2013, 08:08

Nächste Deadline bei Lehrerdienstrecht rückt näher. Bei den Verhandlungen über ein neues Lehrerdienstrecht rückt die nächste Deadline näher.

Ursprünglich hätten die Verhandlungen bis Ostern abgeschlossen werden sollen, später war Ende Mai als letztmöglicher Einigungszeitpunkt ausgegeben worden. Allerdings ist eine Einigung nach wie vor nicht in Sicht - zunächst soll daher erst einmal die neue Lehrerausbildung im Ministerrat beschlossen werden.

Erst danach sollen die Gespräche zwischen Regierung und Gewerkschaft über das Dienstrecht weitergehen, hieß es aus Verhandlerkreisen.

Geplant ist der Beschluss der Lehrerausbildung für den Ministerrat am 21. Mai. Der Gesetzesentwurf wurde trotz heftiger, teils stark divergierender Kritik in der Begutachtung kaum adaptiert. Dabei sind sich auch die Lehrer untereinander nicht einig, was genau sie stört: Den AHS-Lehrern sind die Folgen der Reform zu weitreichend, den Pflichtschullehrern gehen sie wiederum nicht weit genug. Zumindest die gemeinsame Forderung der Lehrer, nämlich ein verpflichtender Masterabschluss für alle, soll umgesetzt werden.

Wenn sich die Verhandler dann in punkto Dienstrecht zusammensetzen, gibt es ein weiteres Problem: Bei den Kernpunkten Bezahlung und Stundenverpflichtung sei man sich noch nicht wirklich nähergekommen, heißt es aus Gewerkschaftskreisen.

Mehrere Verhandlungsteilnehmer berichten außerdem von einer Art Mikado-Problem: Die Regierungsseite verlange von den Gewerkschaftern ein Bekenntnis zu einer Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung auf 24 Stunden, bevor sie das von der Gewerkschaft geforderte Unterstützungspersonal wie Schulpsychologen und Sozialarbeiter fixieren will. Die Lehrervertreter hätten den genau umgekehrten Zugang: Erst Unterstützungspersonal, dann Stundenverpflichtung.

Zumindest gesprochen werden soll über das Supportpersonal dennoch schon bald: Es ist Thema der nächsten Verhandlungsrunde. Der Vertreter der Lehrer an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), Jürgen Rainer (FCG), erteilt unabhängig vom Unterstützungspersonal der geplanten Anhebung der Unterrichtszeit gleich eine definitive Absage. Das sei weder heute noch morgen für eine Gewerkschaft akzeptabel.