Erstellt am 22. Mai 2012, 12:24

"Nein" zu weniger Urlaub. Lehrer wehren sich gegen die Kürzung ihres Urlaubs auf fünf Wochen. BVZ-Umfrage-Teilnehmer sind allerdings dafür.

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VON BETTINA EDER
UND WOLFGANG MILLENDORFER

„Auch wenn beide Elternteile alle Urlaubstage für die Ferien-Betreuung ihrer Kinder verbrauchen, geht es sich mit den neun Wochen nicht aus“, kann sich der amtsführende Landesschulratspräsident Gerhard Resch Neuerungen in der Sommer-Betreuung vorstellen.
Damit geht er mit den BVZ-Meinungsmachern konform, die sich mehrheitlich eine Verkürzung der Urlaubszeit der Lehrer auf fünf Wochen vorstellen können: 538 Teilnehmer beurteilten in der aktuellen Umfrage unter anderem die Vorschläge zum neuen Lehrerdienstrecht, die derzeit auf dem Verhandlungstisch liegen.

Mit Änderungen beim Urlaub kann sich die Gewerkschaft allerdings weniger anfreunden. Johann Farkas von der FSG: „Es kann auf jeden Fall nicht sein, dass Lehrer mehr arbeiten müssen und weniger Lohn bekommen.“ So sieht es auch sein FCG-Kollege Franz Jeschko: „Mit den Gehältern liegen wir derzeit im fairen Bereich. Das soll beibehalten werden.“ Mit einer Zweidrittel-Mehrheit sprechen sich die BVZ-Meinungsmacher auch für Unterstützungspersonal an den Schulen sowie für höhere Einstiegsgehälter für Lehrer aus.

Bei der Frage nach dem Image von Gerhard Resch bewerten 29,7 Prozent die Arbeit des Landesschulratspräsidenten als sehr gut oder gut; 49,4 Prozent stellen ihm ein schlechtes oder sehr schlechtes Zeugnis aus. „Es gehört auch zum Job, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, aber ich werde weiterhin im Sinne der Schüler handeln“, meint Resch.

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