Erstellt am 31. Mai 2015, 16:01

von APA Red

NEOS-Strukturen laut Thierry noch nicht ausreichend. NEOS-Bundesgeschäftsführer Feri Thierry findet es "sehr schade", dass seine Partei weder in der Steiermark noch im Burgenland den Einzug in den Landtag geschafft hat.

Keine rosigen Aussichten. Auch die Neos bekamen Besuch von Matthias Strolz. Am Sonntag konnte er nicht zum Einzug in den Landtag gratulieren.  |  NOEN, APA/Robert Jäger
Man habe immer gewusst, dass es beim ersten Antreten in diesen beiden Ländern nicht einfach sein würde, habe aber gehofft, sagte Thierry gegenüber der APA. Als Grund für das Scheitern machte er nicht ausreichende Strukturen aus.

"Themen stimmen, aber die Strukturen nicht"

"Die Themen stimmen, aber die Strukturen nicht", sagte Thierry. Mit den Themen Bildung, Pensionen und Grundrechte haben die NEOS seiner Ansicht nach auf die richtigen Themen gesetzt. Man habe nun den Ehrgeiz, bei den nächsten Wahlen in diesen beiden Ländern erfolgreich zu sein.

Thierry zeigte sich auch überzeugt, dass die NEOS bei den Wahlen im Herbst in Wien und Oberösterreich den Einzug in den Landtag schaffen werde. In diesen beiden Ländern sei man besser aufgestellt.

"Betroffen" zeigte sich der NEOS-Bundesgeschäftsführer über das Ergebnis der FPÖ. Das zeige den großen Unmut, der vor allem in der Steiermark in der Bevölkerung herrsche. Die NEOs wollten diesen Menschen aber ein anderes Angebot der Erneuerung machen, das im Gegensatz zu jenem der FPÖ zukunftsgewandt sei.

„Wahlziel verfehlt, aber pinke Wurzeln geschlagen”

In einer Aussendung der burgenländischen NEOS formulierte Spitzenkandidat Christian Schreiter: „Wir wussten immer, dass es für NEOS im Burgenland schwer werden würde. Hier sind die Parteistrukturen besonders verkrustet, hier regiert Niessl wie ein Gutsherr. Wir sind angetreten, weil wir zeigen wollten, dass es tausende von mutigen Bürger_innen im Burgenland gibt, die ihr Land erneuern wollen. Heute haben wir den Einzug nicht geschafft, aber wir machen weiter.”

„Die Grünen haben im Burgenland im vier Anläufe gebraucht, um in den Landtag zu kommen. Wir haben heute den Einzug in den burgenländischen Landtag verfehlt, aber NEOS machen im Burgenland natürlich weiter. Wir haben pinke Wurzeln im Burgenland geschlagen. Bei der Gemeinderatswahl im Jahr 2017 treten wir wieder an. Das Burgenland braucht Erneuerung – es ist ein längerer Prozess. Denn unsere Leidenschaft für die Erneuerung ist ungebrochen”, Schreiter abschließend.