Erstellt am 14. April 2015, 13:02

von APA/Red

NEOS und CPÖ sammeln Unterstützungserklärungen. Den Landtagsparteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und Liste Burgenland ist ihr Platz am Stimmzettel für die Landtagswahl sicher.

 |  NOEN, NÖN
Zur Abgabe eines Kreiswahlvorschlages reicht die Unterschrift eines Landtagsabgeordneten. Die NEOS und die Christliche Partei Österreichs (CPÖ) sammeln hingegen Unterschriften Wahlberechtigter. Auf Anfrage zeigten sich beide Parteien optimistisch, antreten zu können.

Frist zur Abgabe endet am 24. April

Die Frist zur Abgabe der Kreiswahlvorschläge endet am 24. April. Nicht im Landtag vertretene Parteien müssen pro Wahlkreis fünfmal so viel Unterschriften sammeln als dort jeweils Mandate zu vergeben sind. So sind im kleinsten Wahlkreis Jennersdorf mit zwei Mandaten zehn gültige Unterstützungserklärungen erforderlich, um einen Kreiswahlvorschlag einbringen zu können. Die Höchstzahl von 35 Unterschriften wird beispielsweise im Wahlkreis 5 (Bezirk Oberwart), wo sieben Mandate zu vergeben sind, benötigt.

"Es wird passen", meinte NEOS-Landessprecher Christian Schreiter am Dienstag: "Wir sind überall fertig, außer in Güssing und in Eisenstadt." In Eisenstadt (Wahlkreis 2 mit den Freistädten Eisenstadt und Rust sowie dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung, Anm.) sollten die erforderlichen Unterschriften bis Mittwoch beisammen sein, in Güssing (Wahlkreis 6 mit dem Bezirk Güssing) hoffe man, es bis Freitag zu schaffen.

"Je ländlicher, desto schwieriger"

"Je ländlicher, desto schwieriger, dass muss man schon sagen", sprach Schreiter den Umstand an, dass Personen, die eine Unterstützungserklärung abgeben, in ihrer Wohnsitzgemeinde aufs Gemeindeamt müssen, um dort feststellen zu lassen, dass sie wahlberechtigt sind.

Für die Christliche Partei Österreichs wäre das Antreten bei einer Landtagswahl im Burgenland eine Premiere. "Wir sind noch dabei, Unterschriften zu sammeln", so Landesbeauftragter Thomas Graf zur APA. In Jennersdorf habe man schon mehr als die zehn erforderlichen Erklärungen gesammelt, "und es sind noch einige zu erwarten". Aber "wir wollen schon in allen sieben Wahlkreisen antreten", hofft Graf, "dass wir es schaffen", den Optimismus lasse man sich nicht nehmen.

Aus Erfahrung von anderen Wahlen wisse man, dass manchmal in den letzten Tagen vor Ablauf der Frist noch Unterschriften dazukommen. Manchmal ergebe es sich auch, dass man über das Sammeln der Unterstützungserklärungen neue Kandidaten gewinne. "Wir treten trotzdem auf jeden Fall an, auch wenn wir es in einem oder zwei Bezirken nicht schaffen sollten", meinte Graf.